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So wünschte ich mir den richtigen Partner – Die Kraft der Gegenseitigkeit

Lange Zeit zog ich nur Menschen an, wo zwar eine starke Anziehungskraft bestand, aber sehr bald klar war, dass dies keine Zukunft hat.
Es war sehr anstrengend diese Beziehungen wieder zu lösen. Obwohl ich mich sehr bemühte, dass es für beide Seiten so schmerzlos wie möglich war, ist es mir nicht immer gut gelungen.

Ich hatte ziemlich genaue Vorstellungen was für Werte und Interessen ein Partner mit mir teilen sollte, Vorstellungen wie ich eine Beziehung führen möchte und Wünsche über gemeinsame Lebensziele.

Wann immer ich mir all diese Wünsche bewusst machte, hatte ich so das Gefühl: „Ach je, diese Kombination gibt es ja gar nicht und selbst wenn es sie gibt: was sollte so ein toller Mensch von mir wollen.“

Vor ein paar Monaten sprach ich eine Freundin darauf an und sie gab mir einen sehr einfachen und sehr einleuchtenden Tipp, den ich jetzt gerne mit dir teile.

Sie erzählte mir dass sie früher auch konkrete Vorstellungen hatte, jedoch all diese los lies und durch die folgenden Wünsche und Affirmationen ersetzte. Sie konzentrierte sich darauf was sie sich wünschte und das dies auf Gegenseitigkeit beruhte.

Ein Partner, der mich liebt und den ich liebe.
Ein Partner, von dem ich begeistert bin und der von mir begeistert ist.
Ein Partner, der sich bei mir geborgen fühlt und bei dem ich mich geborgen fühle.
Ein Partner, dem Sex mit mir und mir Sex mit ihm Spaß macht.
Ein Partner, der mich respektiert und den ich respektiere.
Ein Partner, von dem ich immer wieder aufs neue positiv überrascht bin und der von mir immer wieder aufs neue positiv überrascht ist.

Wenige Wochen nachdem ich diese Sätze für mich formulierte, lernte ich bei einem Gemeinschaftsessen einen Mann kennen, der sich auch für Acro-Yoga interessierte.
Als wir Nummern tauschten um uns zum Yoga zu treffen wäre ich nie auf die Idee gekommen, das dieser Mensch mich nun grinsend beim Schreiben dieses Artikel unterstützt.

Der Trick ist Affirmationen zu formulieren, die in dir das Gefühl
„Ja! Das geht! Das ist schön!“
auslösen.

Funktioniert auch für Geschäftspartner*Innen und Kolleg*Innen 🙂

Max und ich beim AcroYoga (Floating Pashi)
Max und ich beim AcroYoga

 

Herzenswunsch oder SehnSUCHT?

Eine Sucht ist Ausdruck eines zwanghaften Suchens im Außen um eine innere Leere zu füllen. Bei Sucht denken die meisten an bereits in die Kriminalität abgerutschte Junkies, jedoch sind Süchte weit verbreitet. Mehr als ein drittel der Erwachsenen in Österreich sind Nikotinabhängig. Hinzu kommt noch der Kaffee, Energiedrinks, Esssucht, Magersucht, Arbeitssucht, Computerspielsucht, Sexsucht, … Die Liste liese sich fast endlos fortsetzen.

Sucht ist Ausdruck einer Suche im Außen nach einem Teil von sich selbst.

sehnsucht_esel_karotte

Nur der Entzug vom „Stoff“ der Sucht bringt keine Heilung. Es bringt auch keine Heilung den „Stoff“ zu bekommen. Es mag einleuchtend erscheinen, dass ein Heroinsüchtiger nicht durch den nächsten Schuss geheilt wird. Jedoch fühlt es sich für den Süchtigen in dem Moment nach Heilung an. Das gleiche gilt für den Mann, der sich mit einem „Ich brauche dich!“, das er für Liebe hält, an die Geliebte klammert.

Jeder weiß, dass ein Heroinsüchtiger nicht von Heroin geheilt wird.
Dennoch glauben viele, das Liebeskummer durch Liebe geheilt wird.

Was hat es mit der tiefen SehnSUCHT nach einer harmonischen Beziehung, einer Familie, nach einem guten Job, Gesundheit, Liebe, Freiheit auf sich? Geht es darum zu leben, was dich als der Mensch der du bist ausmacht, oder trottest du wie der Esel der Karotte nach, ohne jemals erreichen zu können, was dich wirklich erfüllt?

Gedanken wie „Ach, hätte ich nur …“ weisen auf Sehnsüchte hin!

SehnSÜCHTE lassen sich leicht von Herzenswünschen unterscheiden, wenn Herzenswunsch oder SehnSUCHT? weiterlesen

Buddhistische Meditation über Abhängigkeit/Anhaftung und Liebe

Nach buddhistischer Sichtweise besteht Abhängigkeit überall dort, wo wir eine andere Person, Dinge oder äußere Umstände als Quelle unseres Glücks sehen.

Ich habe aus gegebenen Anlass diese buddhistische Meditation über Abhängigkeit* (Buddhist Meditation on Attachment*) aus dem Englischen übersetzt und zum Anhören und Mitmachen auf Youtube gestellt. Falls dir die Anleitung auf YouTube zu schnell ist, findest du den vollständigen Text unter dem Video.

*Attachment wird auch oft mit Anhaftung übersetzt, aber ich finde Abhängigkeit trifft es besser.
Helena Krivan, eine meiner geschätzen LehrerInnen schreibt dazu jedoch:
“Eine Anmerkung dazu (von einer Übersetzerin und Buddhistin ;-)): “Attachment” nicht als “Anhaftung” zu übersetzen sondern als “Abhängigkeit” mag verführerisch sein und auf den ersten Blick durchaus Sinn machen.
Allerdings geht hier der aktive Aspekt des Anhaftens verloren: ICH hafte an – daher habe ich auch die Option, das Anhaften zu beenden. Bei “ich bin abhängig” wird diese klare Zuordnung der Kompetenz und der Zuständigkeit verwaschen oder geht ganz verloren.

Falls dich diese Meditation sehr bewegt hat, hilft dir sehr wahrscheinlich auch diese:
http://mentalschlank.at/nie-wieder-liebeskummer-eifersucht-verlustaengste-gefuehrte-meditation/

Hier die volle Anleitung für die Meditation:

Buddhistische Meditation über Abhängigkeit und Liebe

Die Buddhistische Definition von Abhängigkeit lautet: Abhängigkeit ist eine Einstellung, die die positiven Eigenschaften von etwas oder jemand überbewertet. Abhängigkeit ist das Klammern an eine Person, ein Ding oder einen Umstand als Quelle des Glücks.

Bevor du diese Meditation beginnst, nimm die richtige Körperhaltung ein.

Prüfe 7 Punkte deiner Haltung.

1) Beine. Ideal ist die volle Lotusposition. Wenn das nicht möglich ist, nimm die halbe Lotusposition ein. Ist auch das schwierig, setze dich mit überkreuzten Beinen aufrecht auf einen Sessel.

2) Arme: Entspannt. Die Hände liegen entweder diamant- förmig gefaltet im Schoß oder in einem Mudra seitlich auf auf den Beinen.

3) Rücken: Fühle deine Wirbelsäule aufrecht und gerade

4) Augen: Es ist empfehlenswert die Augen leicht geschlossen zu halten. Für Anfänger ist es auch möglich die Augen ganz zu schließen.

5) Kiefer: Entspannt. Vermeide es die Zähne zusammen zu beißen.

6) Zunge: parke deine Zunge am oberen Gaumen hinter den Zähnen

7) Kopf: Beuge deinen Nacken ganz leicht nach vorne und fixiere einen Punk auf den Boden vor dir. Hältst du den Kopf zu hoch, bewirkt das geistige Unruhe. Hältst du ihn zu tief, bewirkt das Schläfrigkeit und Dumpfheit.

Rufe dir deine Motivation ins Bewusstsein.

Du kannst dich von folgenden Gedanken inspirieren lassen:

Der Sinn meines Lebens ist, dass ich Frieden und Freude verbreite. Damit ich das kann, ist es wichtig, dass ich meine schädlichen Gedanken und Muster bändige. Meine selbstsüchtige Einstellung hat so viele Probleme verursacht. Heute wende ich mich davon ab und gehe andere Wege. Ich habe die Möglichkeit und wähle ein heilsames Leben.

Nun bringe deine Geist zur Ruhe.

Vollführe die 9-Schritt-Atem-Technik. Dies ist eine mentale Praxis. Benutze also nicht deine Finger, sonder stelle es dir nur vor.

1) Atme 3x durch dein linkes Nasenloch ein und aus
2) Atme 3x durch dein rechtes Nasenloch ein und aus
3) Atme 3x durch beide Nasenlöcher

Analysiere nun, was Abhängigkeit bedeutet.

Die Buddhistische Definition von Abhängigkeit ist: Abhängigkeit ist eine Einstellung, die die positiven Eigenschaften von etwas oder jemand überbewertet. Abhängigkeit ist das Klammern an eine Person, ein Ding oder einen Umstand als Quelle des Glücks.

Rufe dir die Definition von Abhängigkeit ins Bewusstsein.  Achte darauf, ob du diese Einstellung auch in dir findest.

1) Wie fühlt es sich an etwas zu klammern. Wie fühlt es sich an von etwas oder jemand abhängig zu sein?

2) Rufe dir eine Person ins Bewusstsein gegenüber der du Abhängigkeit fühlst. In wie weit trifft die Definition bezüglich dieser Person zu.

3) Wie fühlst du dich in Gegenwart dieser Person? Fühlt es sich so an, als wäre sie die Quelle deines Glücks? Ist diese Person wirklich die Quelle deines Glück?

4) Was für eine Art oder welche Qualität von Glück bekommst du von dieser Person?
Wenn du an sie denkst, wie erscheint dir diese Person?

5) Welche Qualitäten siehst du in dieser Person? Wie sehr übertreibst du diese Qualitäten? Sieht jeder die selben Qualitäten in dieser Person?

6) Sind diese Qualitäten immer da? Sind sie dauerhaft oder ist es möglich, dass sie sich verändern?

7) Welche Art von Unrealistischer Erwartung hast du möglicherweise in Bezug auf diese Person. Hast du diesen Gedanken, den Wunsch, dass sie immer bei dir ist? Ist dieser Wunsch für dich realistisch?

8) Versuche dir vorzustellen, dass dich diese Person unglücklich macht. Wie fühlt sich der Gedanke von Trennung an? Akzeptiere, dass du eventuell von dieser Person getrennt wirst, entweder durch den Tod oder andere Umstände.

9) Ist da der Gedanke in dir, dass die Trennung unerträglich sein wird? Dass Trennung von dieser Person das Ende all deines Glücks bedeutet. Ist dieser Gedanke realistisch?

10)Denke daran, wie du dich an diese Person klammerst. Beobachte wie das Klammern auf Angst beruht. Die Natur von Klammern beinhaltet die Angst von dieser Person oder Ding getrennt zu werden. Beobachte jede Angst die du in Bezug auf diese Person hast. Wie stark ist diese Angst.

11) Wenn du auch dann Angst hast, wenn du mit ihr zusammen bist, ist dass dann wirklich Glück? Ist es dir überhaupt möglich, ihre Gesellschaft zu genießen.

12) Nun beobachte, wie deine Abhängigkeit dein Verhalten gegenüber dieser Person beeinflusst. Ist es dir möglich in einer Art und Weise zu agieren, mit der du dich gut fühlst?

13) Was opferst du für deine Abhängigkeit? Spirituelle Praxis? Etnische Standarts? Deinen Selbstwert? Was opferst du?

14) Wie reagierst du auf jemanden oder etwas der deiner Abhängigkeit in den Weg kommen könnte?

Nun denke an Liebe

Was ist der Unterschied zwischen Liebe und Abhängigkeit?
Die buddhistische Definition von Liebe ist, anderen Glück zu wünschen.

Prüfe nun wie viele deiner Gefühle kommen daher, dass du dieser Person Glück wünscht und wie viele kommen von deinem eigenen selbstsüchtigen Streben nach Glück.

Wie viel von deinen Gefühlen und Gedanken bezüglich dieser Person passen auf die Definition von Liebe? Und wie viele passen auf die Definition von Abhängigkeit?

Auch wenn dein Klammern, auch wenn deine Abhängigkeit so scheint, als wäre sie dein Freund: Sie verhindert deine Entwicklung, sie beschränkt dein Potential für Liebe. Achte darauf in deinem tagtäglichen Leben Abhängigkeit als solche zu erkennen und nach und nach aufzulösen

Buddha sagte: Solange du der Abhängigkeit folgst, kannst du Zufriedenheit nicht erreichen. Wer Abhängigkeit mit Weisheit entgegnet erreicht Zufriedenheit.

Bitte widme die Vorteile, die dir durch diese Meditation erwachsen,
deinen Lehren und Eltern,
sowie dem Wohle alle fühlender Wesen.
Möge der Bodhicitta, der noch nicht erhoben hat,
sich erheben und wachsen und der, der sich schon erhoben hat,
möge wachsen und wachsen.

Nie wieder Liebeskummer, Eifersucht, Verlustängste – Geführte Meditation

Ich habe diese geführte Meditation zum Auflösen von Abhängigkeiten und schmerzhafen Gefühlen damals für mich selbst geschrieben und jetzt neu aufgenommen. Ich selbst habe sie sicher 20, 30 Mal gemacht. Für jeden (Ex-)Partner einige Male und es hat mich jedes Mal ein großes Stück weiter gebracht.

In dieser Meditation wirst du dich zuerst an die positiven, schönen Erfahrungen mit deinem (Ex-)Partner erinnern und daraus Kraft tanken. Dann wirst du mit der Kraft der guten Erfahrungen in dir einen neuen Blickwinkel auf schmerzhaften Erfahrungen erlangen und dir eine neue Art und Weise schaffen, dich an diese zu erinnern. Weiters wirst du dich in der Situation, in der du dich zum ersten mal so verletzt gefühlt hast, abholen. So gewinnst du mehr Kraft und Freiheit für deine jetzigen Beziehungen und alte Verletzungen können heilen.

Es hat mir sehr dabei geholfen, die Verantwortung für meine Gefühle und Bedürfnisse zu übernehmen, und zwar nicht nur vom Verstand her.  Liebeskummer, Eifersucht und Verlustängste sind Ausdruck von emotionalen Abhängigkeiten und Missverständnissen.  Um sich vollständig aus diesen Abhängigkeiten zu befreien braucht es Zeit, Mut und Unterstützung.

Diese geführte Meditation ist meine Art dir Zeit und Unterstützung zu schenken, auf das sich die Liebe in dieser Welt mehren möge.

Bitte teile sie und gib sie an Menschen weiter, die gerade Unterstützung diesbezüglich brauchen.

Von der bedingungslosen Liebe und dem Hunger danach

“You owe me nothing in return” von Alanis Morissette. Dieses Lied ist eines meiner Lieblingslieder. Es handelt davon, zu lieben ohne etwas dafür zu fordern. So wie ich Liebe verstehe, ist das die einzige Art zu lieben. Es ist die Art und Weise wie ich Liebe leben möchte. Es ist die Art, wie ich den Menschen in meinem Leben begegnen möchten.

In den letzten Wochen durfte ich wieder bewusst erleben, wie viel Hunger ich selbst nach dieser Art von Liebe habe und auch wie viel mir Menschen von dieser Art Liebe entgegen bringen. Eine tröstende Umarmung, ein kleines Geschenk, ein „Es ist ok, wie du bist.“.

Viele träumen von einer Partnerschaft in die sie nichts einbringen müssen. Sie träumen von einer Partnerschaft, die all ihre Bedürfnisse erfüllt, ohne, dass sie etwas geben oder sich verpflichten müssten. Das entspricht der Situation eines Kleinkindes gegenüber den Eltern. Idealerweise erfüllen die Eltern die Bedürfnisse des Kleinkindes ohne Forderungen an das Kind zu stellen. Klare Regeln und Grenzen sind dabei ebenso Bedürfnisse, wie Freiraum um sich selbst zu erfahren.

Eine Partnerschaft ist etwas verbindliches, eine Abmachung. Partnerschaften werden zum gemeinsamen Nutzen eingegangen, auch aus Not oder weil es gerade praktisch ist. Eine Partnerschaft lebt von gemeinsamen Zielen und Werten. Ist der einzige Zweck einer Partnerschaft sie selbst, bleibt sie nicht stabil, geschweige denn befriedigend.

Um die Qualität bedingungsloser Liebe in die Partnerschaft zu bringen ohne in die Eltern- bzw. Kindrolle zu fallen braucht es vor allem ein tiefes Verständnis für die eigenen Bedürfnisse und die Fähigkeit sich diese auch unabhängig vom Partner zu erfüllen.

Eine Partnerschaft, sei sie noch so offen, schränkt die äußere Freiheit ein. Das ist eine Abmachung auf die ich mich für meinen eigenen Nutzen einlassen kann. Erst wenn meine innere Freiheit groß genug ist, ohne Zwang und Druck dazu ja sagen zu können, können Liebe und Partnerschaft zu einander kommen.