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In wessen Angelegenheiten befindest du dich?

Laut Byron Katie gibt es nur drei Arten von Angelegenheiten. Meine Angelegenheiten, deine Angelegenheit und Gottes Angelegenheiten.

  • Meine Angelegenheit ist was ich fühle, sage, denke und tue. Egal was ein andere getan oder nicht getan hat, es ist meine Angelegenheit wie ich darauf reagiere und damit umgehe.
  • Deine Angelegenheit ist was du fühlst, sagst, denkst tust oder auch nicht tust.
  • Gottes Angelegenheiten sind all das, worauf niemand direkten Einfluss hat.

Sehr viel mentaler und emotionaler Stress entsteht dadurch sich geistig in den Angelegenheiten anderer zu befinden.

Wessen Angelegenheit ist die Depression deines Sohnes?
Wessen Angelegenheit ist es, wie du damit umgehst?
Wessen Angelegenheit ist das Wetter?

Diese einfache Unterscheidung wessen Angelegenheit es ist, worüber du dir den Kopf zerbrichst, bringt sehr viel Klarheit über deinen eigenen Handlungsspielraum.

4 Schritte um eine negative Erfahrung mit anderen Menschen zu überwinden

  1. Man gibt dem anderen die Schuld
  2. Man gibt sich selbst die Schuld
  3. Man findet Verständnis und Mitgefühl für sich
  4. Man findet Verständnis und Mitgefühl für den anderen

Ich weiß ja nicht, wie es dir gegangen ist, aber ich hab als Kind oft gehört, wenn ich von einem Erlebnis berichten wollte: „Das musst du verstehen. Der hat es nicht böse gemeint. Der ist halt so.“ ohne Verständnis dafür zu bekommen wie es mir selbst geht. Dieses Muster bewirkte bei die unbewusste Überzeugung, dass wenn ich mich verletzt, wütend oder traurig über jemand anderen fühle, dass mit mir etwas nicht stimmt … weil den anderen muss ich ja verstehen.

Wenn einem etwas schlimmes widerfährt, kann es passieren, dass man die Verbindung zu sich selbst verliert. Man ist außer sich. Fassungslos. Die meist gut gemeinen Ratschläge und Reaktionen, die darauf abzielen, einem sofort in das Mitgefühl zum anderen zu kommen verstärken leider den Zustand des „außer sich Seins“ nur noch.

Obwohl ich bald mal bemerkte, dass mir Reaktionen, alla „Das musst du verstehen. Der ist halt so weil, ..“ noch wütender machen, habe ich selber auch so reagiert, wenn mir jemand von seiner Wut auf jemand anderen berichtet. Ich begann das Verhalten des anderen zu rechtfertigen. Was den Menschen nur weiter davon weg bringt wie es ihm selbst damit geht.

Erst wenn man mit sich selbst, seinen Gefühlen und Bedürfnissen in Kontakt ist, kann beginnen die Situation zu verarbeiten und Möglichkeiten finden, die unerfüllten Bedürfnisse zu erfüllen. Wenn man sich als Kind z.B. oft hilflos gegenüber den Eltern oder Lehrern gefühlt hat, und es keinen Ausweg aus der Situation gab, so ist es normal Erfahrungen und die Gefühle dazu, zu verdrängen.

Diese Gefühle schlummern dann in einem und man wird man immer wieder Situationen in sein leben ziehen, die diese Gefühle wach rufen. Bei den meisten Menschen, die ich kenne, inklusive mir selbst, ist die erste Reaktionen, sich über die Person zu ärgern, die die Gefühle wach gerufen hat (also Schritt 1). Einige geben sich auch gleich selbst die Schuld (hätte ich nicht, dann …).

Erst wenn man sich jedoch für die eigenen Gefühle, die unter der Wut stecken einlässt, die Verantwortung dafür übernimmt und sich liebevoll um sein wütendes, trotziges, verängstigtes, verletztes inneres Kind kümmert, kann sich das Muster, dass sonst immer wieder die gleichen Erfahrungen ins Leben zieht, lösen.

Und erst wenn man Mitgefühl für sich selbst und seine Unzulänglichkeiten hat, kann man auch echtes Mitgefühl für den anderen Aufbringen.

Diese geführte Meditation hilft auf sehr sanfte weise dabei mit der Ursprünglichen Situation in Kontakt zu kommen und die Muster aufzulösen.

Das Schicksal, Verantwortung und falsch verstandene Liebe

Was bedeutet “Das Schicksal achten”?

„Ich achte dein Schicksal“ ist einer der heilsamsten Sätze, um sich aus Verstrickungen zu befreien. Aber was bedeutet das nun? Schließlich heilen ja nicht die Worte, sondern die Absicht dahinter.

Kinder übernehmen oft unbewusst die Verantwortung für die Überforderung, Krankheiten oder das eventuell ablehnende, urteilende Verhalten der Eltern.

Das Kind glaub, es sei „Schuld“ wenn der Papa schreit, oder es sei dafür verantwortlich, dass Mama so gestresst und depressiv ist. Das kostet dem Kind Lebenskraft und wenn das Muster nicht gelöst wurde, treten im Erwachsenenalter häufig Rückenbeschwerden auf.

Der Sohn oder die Tochter „trägt“ zu schwer.

 

Wie ist das mit der Verantwortung

Zum achten des Schicksals gehört es, die Verantwortung für dessen Gefühle, Bedürfnisse, Worte und Taten bei dem betreffenden Menschen zu lassen.

Nicht wenige Opfer von emotionaler oder physischer Gewalt quälen sich noch Jahre später mit Fragen, wie

  • Warum hat sie mich so oft angeschrien?
  • Warum hat sie nie etwas gutes an mir gefunden
  • Warum hat er mich geschlagen?

All diese Fragen, fragen nach einer Antwort auf das Verhalten des anderen. Für etwas verantwortlich zu sein, bedeutet dass die Antwort auf die Fragen bei der betreffenden Person liegt.

Wer ist also für, dafür verantwortlich dass deine Mutter dich angeschrien hat?
Genau: Deine Mutter.

Wer ist dafür verantwortlich, dass du dich damit in der Gegenwart selbst quälst, was in der Vergangenheit passiert ist.
Genau: Du

Also, ein wichtiger Teil von „das Schicksal achten“ ist, die Verantwortung bei der betreffenden Person zu lassen. Deine Eltern sind dafür verantwortlich was sie getan oder nicht getan haben. Du bist dafür verantwortlich, wie du damit umgehst.

Jeder, so gut er konnte

Ein weiterer, wichtiger Aspekt ist, die Urteile darüber, wie die Person hätte handeln oder sein sollen, fallen zu lassen.

„Jede Person handelt unter Anbetracht ihrer Fähigkeiten und Einschränkungen IMMER so gut sie kann.“

Mir sind schon viele Menschen begegnet, die dazu neigen, weil sie selbst in einer bestimmten Situation besser handeln könnten, den andern zu verurteilen. Oft fallen Sätze, wie

  • Er ist zu faul
  • Sie simuliert doch nur
  • Es kann doch nicht sein, dass so eine Kleinigkeit nicht erledigt werden kann.

Wenn man sich noch nicht viel mit sich beschäftigt hat, können sich diese Urteile als wahr anfühlen. Die Annahme, und das ist es: eine Annahme, dass jeder immer so gut tut, wie er kann, ist keine Entschuldigung oder Rechtfertigung.

Wenn es dir schwer fällt, mit der Idee etwas anzufangen, dann lade ich dich zu folgender Übung ein:

Beobachte deine eigenen Gefühle, wenn du denkst:

  • Er ist ein Versager und hätte es zu mehr bringen können, wenn er sich mehr angestrengt hätte.

Und nun achte auf deine eigenen Gefühle, wenn du denkst:

  • Er hat gemacht was er konnte. Auch wenn ich in seiner Situation mehr hätte leisten könnten, hat er das beste gemacht, was für ihn möglich war.

Mit welchen Gedanken geht es dir besser?

Falsch verstandene Liebe und die eigene Größe

Gerade, wenn man aus alten, tradierten Mustern ausbrechen will, melden sich oft massive Widerstände. Diese könnten von außen kommen, oder schon so internalisiert worden sein, dass es keinen Kommentar von außen braucht.

Einer, wenn nicht der wichtigste Aspekt, von „das Schicksal achten“ ist, zu erkennen, das die Geschichte, Erfahrung und Lebensweise der Eltern und weiteren Vorfahren erst ermöglicht hat, die Energie und Kraft für neue Wege zu haben.

Falsch verstandene Liebe, wie auch Ablehnung haben den selben Effekt. Sie führen zur Wiederholung der Muster und Strategien. „Das Schicksal achten“ bedeutet auch das Leid, die schlechten Entscheidungen und Ängste bei der Person zu lassen und sie zu respektieren, ohne ihr das abnehmen zu wollen. Damit lässt man dem Menschen seine Größe. Und dem anderen seine Größe zu lassen, ist essentiell dafür, auch seine eigene Größe leben zu können.

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Lösen des “Ich leide” Musters

Diese Affirmationen sind dazu da, sich die Wirkungsweise des „ich leide“-Musters bewusst zu machen und unterstützen das Muster auf zu lösen. Dadurch öffnet sich eine Tür um aus der Opferrolle auszusteigen und gesündere Strategien zu finden.

Am bester wirken sie, wenn du dabei EFT-Akupressurpunkte, wie den Dünndarmpunkt auf deiner Handkante, klopfst und die Affirmationen laut aussprichst. Wenn ein Satz für dich nicht stimmig ist, dann ersetze ihn durch einen, der sich für dich richtig anfühlt.

Die Affirmationen und Glaubenssätze, auf die eingegangen wird, stehen unter dem Video. Ich wünsche dir gutes Loslassen und viel Erfolg.

Wenn ich merke, dass ich etwas richtig gut kann, dann gibt mir das ein so ein warmes, freudiges Gefühl. Es ist ein gutes Gefühl etwas so richtig gut zu können.
Eines der Dinge, die ich richtig gut kann, ist leiden.

Auch wenn da dieses Leid ist
in mir und um mich herum
wähle ich mich zu akzeptieren und zu lieben
so gut ich jetzt kann

Auch wenn ich dieses Leid fühle
entscheide ich mich zu akzeptieren, zu lieben, und zu ehren
auf allen Ebenen, so gut ich kann.

Sehr gut leide ich mit Dingen, die schon lange passiert sind. Ich leide darunter, in dem ich mich immer wieder auf eine Art und Weise daran erinnere, die das Leid neu lebendig macht.

All dieses Leid, das früher einmal geschehen ist

Ich leide auch sehr gut in dem ich mir vorstelle, was in der Zukunft eventuell passieren könnte, wogegen ich dann gar nichts tun kann.

All dieses Leid, das ich mir vorstelle, dass irgendwann einmal vielleicht irgendwo geschehen könne.

Und da ist da noch das Leid der anderen. Das Leid von Familienmitgliedern, von Freunden, von Bekannten, von Menschen, die ich gar nicht kenne und das der Tiere.

All dieses Leid der Anderen

Ich leide mit ihnen, in dem ich mir vorstelle, wie sehr sie doch unter ihrer Situation leiden müssten. Vielleicht leiden sie wirklich, vielleicht auch nicht.

Ich nutze meine Fantasie, um mir vorzustellen, wie sehr sie doch leiden müssten. So erschaffe ich mir das Leid, das ich in ihrer Situation empfinden würde.

Mitleid ist auf andere projiziertes Leid.

Ich kann sehr gut leiden
Und wenn ich schon nicht leide, dann bin ich beleidigt

Ein Teil von mir denkt, das es richtig ist dieses Leid zu fühlen
Ein Teil von mir denkt, dass es so sein muss.

Nicht etwa weil ich dumm oder schlecht bin.
Ich übernahm dieses Muster, ohne es zu kennen.
Ich übernahm dieses Muster, ohne zu wissen wofür es gut ist.

Möglicherweise möchte dieser Teil von mir durch Leiden etwas gut machen, für das ich mich verantwortlich fühle.

Ich erlaube mir, die Welt zu einem besseren Ort für alle zu machen, in dem ich bei mir anfange und wähle, dass ich mich gut fühle.

Ich erlaube mir, die Welt zu einem besseren Ort für alle zu machen, in dem ich bei mir anfange und wähle, dass ich mich gut fühle.

Möglicherweise glaubt dieser Teil, er könne andere vom Leiden befreien, in dem er selbst leidet.

Auch wenn dieser Teil das glaubte, wähle ich mich voll und ganz zu akzeptieren, zu lieben und zu ehren … und jeden der auf irgendeine Weise irgendwie damit zu tun haben könne

Ich erlaube mir das Leid auf der Welt zu verringern, in dem ich anfange mich gut zu fühlen und das Geschenk des Leben genieße.

Möglicherweise glaubt dieser Teil von mir, er wird durch sein Leiden heilig oder er glaubt, er wird dafür im Jenseits belohnt.

Ich erlaube mir das Geschenk des Lebens zu genießen und mich am Leben mit all seinen Facetten zu erfreuen.

Möglicherweise glaubt dieser Teil ohne Leid gibt es keine Weiterentwicklung.
Ich erlaube mir mit Freude und Neugier zu lernen.

Auch wenn ich noch etwas Leid fühle
entscheide ich mich dafür mich zu akzeptieren und zu lieben

Auch wenn ich mir dieses Leid zum größten Teil selbst erschuf,
entscheide ich mich dafür mich zu akzeptieren, zu lieben und zu ehren auf allen Ebenen, so gut wie ich kann.

Ich öffne mich für die Möglichkeit, das Leben meiner Mitmenschen durch mein Wohlbefinden und meine Lebensfreude zu bereichern.

Ich öffne mich dafür, mehr Frieden und Liebe zu empfinden

Ich öffne mich dafür, das Schicksal meiner Mitmenschen bei ihnen zu lassen und stattdessen mein eigenes Leben mit Wohlwollen und Freude zu leben.

Ich lösche das Muster leiden zu müssen aus all meinen Zellen.

Ich lösche das Muster zu leiden aus meiner gesamten Vergangenheit

Ich entferne das Muster zu Leiden und seine aller tiefste Ursache aus Körper, Geist und Seele

Ich erlaube mir Frieden zu fühlen.
Ich erlaube mir auf der aller tiefsten Ebene zu heilen in Körper, Geist und Seele.

Nimm einen tiefen Atemzug!
Trinke ausreichend stilles Wasser oder Tee, um dein Heilungsprozess zu unterstützen.

Alles Gute!

Affirmationen zum Loslassen bei Trauma, emotionalen Schmerz, Trennung

Hier sind einige Affirmationen, die dich unterstützen schmerzhafte Erfahrungen zu überwinden und dich vom Schmerz zu befreien. Sie sind teilweise eine Übersetzung aus dem Englischen von Brat Yates zu diesem Thema.
Du kannst sie dir einfach anhören oder laut aussprechen. Die stärkste Wirkung haben sie, wenn du dabei EFT-Akupressurpunkte, wie z.B. deine Handkante, klopfst und sie laut aussprichst. Wenn der Wortlaut oder einzelne Aussagen für dich nicht stimmig sind, fühle dich frei, die Worte,  so zu verändern, wie es für dich passt.  Der vollständige Text steht unter dem Video.
Diese Affirmationen sind nicht als Ersatz für eine Therapie gedacht, sondern begleiten dich in deinen Prozessen.

Ich übernehme die volle Verantwortung für mein Wohlbefinden

Auch wenn ich diese Erfahrung gemacht habe
wähle ich mich zu lieben und zu akzeptieren
Auch wenn mir das passiert ist
wähle ich, dass ich mich liebe und ehre
Ich habe diese Erfahrung gemacht
und sie war sehr schmerzhaft

und auch wenn ich noch immer viel von diesem Schmerz in mir trage,
wähle ich mich zu lieben, ehren und zu achten
und ich wähle mir tief und vollständig zu vergeben

und ich wähle – so gut ich kann –
auch jeden der zu diesen Schmerzen beigetragen hat
zu lieben, ehren und achten
und so gut ich kann zu vergeben,
weil ich für mich die Freiheit wähle.

Das was geschehen ist,
diese schmerzhafte Erinnerung
all diesen Schmerz den ich gefühlt habe
all diesen Schmerz den ich noch in mir trage
ich wähle den Schmerz zu bereinigen
Ich wähle den Schmerz zu löschen
Ich habe ein Recht den Schmerz zu löschen
Ich schulde es niemand,
diesen Schmerz weiter mir mir herum zu tragen.

Ein Teil von mir denkt vielleicht, dass ich diesen Schmerz nicht löschen darf
Vielleicht denkt dieser Teil, ich müsse mich selbst bestrafen,
Vielleicht denkt dieser Teil, ich könnte die Verursacher damit bestrafen,
Vielleicht denkt dieser Teil auch,  es wäre gerecht oder irgendwie heilig zu leiden.

Die Wahrheit ist, dass die Welt durch meinen Schmerz nicht gerechter wird
Ich kann nicht genug leiden um vergangenes Unrecht gut zu machen
Ich kann nicht genug leiden, um Liebe, Mitgefühl und Trost zu erzwingen
Ich kann nicht genug leiden, damit es irgend jemanden besser geht

Vielleicht denkt dieser Teil,  ich muss leiden, um geliebt und gesehen zu werden
Vielleicht denkt dieser Teil, ich muss leiden, um Mitgefühl und Trost zu erfahren
Vielleicht denkt dieser Teil, ich muss leiden, damit es nie wieder passiert.
Vielleicht denkt er, ich muss leiden, um mich zu schützen.

Welche Gründe dieser Teil von mir auch immer hat,
sie beruhen auf einem Missverständnis.

Ich habe genug gelitten.
Ich habe den Schmerz mit mir lange genug herum getragen.
Der Schmerz heilt weder mich noch die Welt
und ich finde bessere Wege um mich zu schützen.

Ich erlaube mir den Schmerz gehen zu lassen.
Ich lasse diesen Schmerz los,
ich lösche ihn aus alle meinen Zellen in der Gegenwart
und meiner gesamten Vergangenheit.

Ich erlaube mir die Angst gehen zu lassen.
Ich lasse die Angst los,
ich lösche sie aus alle meinen Zellen in der Gegenwart
und ich lösche sie aus meiner gesamten Vergangenheit.

Ich erlaube mir die Wut und den Hass gehen zu lassen.
Ich lasse die Wut und den Hass los.
ich lösche sie aus alle meinen Zellen in der Gegenwart und
und ich lösche sie aus meiner gesamten Vergangenheit.

Ich erlaube mir zu heilen.
Ich erlaube mir Liebe, Mitgefühl und Vergebung zu erfahren.
Ich erlaube mir zu heilen.
Ich heile Körper, Geist und Seele.

Energievampire – Was hilft wirklich?

Mal vorweg

Wenn du dich in Gegenwart eines Menschen schnell leer und ausgelaugt fühlst, dann liegt das nicht an der Person, sondern an deiner Reaktion auf sie.

Es nutzt nichts gegen die Dunkelheit eine Wand hochzuziehen. Zünde dein Licht an und das Problem ist gelöst.

Meine Erfahrung

Ja, ich kenne das Phänomen gut. Eben noch halbwegs gut gelaunt und motiviert und nach 5 Minuten mit Tante Hanni ist der Akku leer. Tante Hanni ist einsam, spricht fast nur davon, wie hart und schwer das Leben ist, redet viel und hört kaum zu. Sie fühlt sich selbst leer und will tatsächlich Energie in Form von Aufmerksamkeit, Zustimmung, Mitgefühl.

So ein Energiesauger! Oder? Wirklich?

Ich spüre doch jedes Mal wie mein Akku leer wird, wenn ich nur in ihrer Nähe bin.

Susi jedoch reagiert ganz anders auf sie. Sie macht Scherze über’s alt werden, kommentiert ihre Aussagen übers Leben mit interessierter Verwunderung und wirkt berührt, aber nicht bedrückt wenn Tante Hanni von ihrer Kindheit im Krieg erzählt.

Auf die Frage, wie Susi das macht, antwortete sie nur: „Schau, ihr geht’s nicht gut. Und wenn es ihr eine Freude macht, dass ich sie besuche, freut es mich auch.“

Im Fall von Tante Hanni halfen mir weder energetische Schutzschilde, visualisierte Lichtkugeln noch irgendwelche Affirmation.

Was mir geholfen hat

1) Klärung: „Was genau löst Sie in mir aus?“

Zuerst fragte ich mich: „Was genau löst Sie in mir aus?“

Ich erkannte, dass ich mich selbst auch etwas einsam fühlte, und meine Energie nutzte um diesen Teil von mir zu unterdrücken. Ihre Gegenwart konfrontierte mich mit meiner eigenen Einsamkeit, die gesehen und gefühlt werden wollte.

Da ich das aber nicht zulassen wollte, entstand in mir der Drang, dafür sorgen zu müssen, dass sie sich nicht mehr einsam fühlt. Das machte meinen Akku leer, nicht ihr Wunsch nach Energie und Aufmerksamkeit.

2) Bedürfnis erkennen „Was braucht die Person am meisten?“

Dann überlegte ich mir, was sie in ihrer Situation am meisten brauchte. Das war wieder einen Sinn im Leben sehen zu können. Es geht dabei weniger darum, die Wahrheit der anderen Person zu erkennen, sondern die eigenen Urteile und Vorstellungen über die Person mit etwas positiven zu verknüpfen.

Eine Liste mit möglichen Bedürfnissen der Person findest du hier: Bedürfnisse und Werte

3) Information senden „Wie ist es, wenn das Bedürfnis erfüllt ist?“

Als dritten Schritt nahm ich zu dem Gefühl von Sinn im Leben in meinen Herzen Kontakt auf und visualisierte es als weißes Licht, dass sich immer weiter ausbreitet. So weit, bis es Tante Hanni erreicht und sie es einatmen kann. Dadurch bleibe ich positiv mit mir selbst verbunden und gleichzeitig auch mit ihr, ohne von ihrem Mangel beeinflusst zu werden.

Was ich noch sagen möchte

Mir ist hier wichtig, zu betonen, dass ich ihr damit keine „Energie schicke“. Ich nehme die Information, wie es sich anfühlt, wenn es gut ist, und strahle diese Information aus. Ich gebe dadurch nichts von meiner Energie her. Diese Information ist da, genau so wie meine Körperwärme, oder die Tatsache, dass ich CO² ausatme. Mit der Visualisierung richte ich meine Aufmerksamkeit auf die Fülle in mir.

Raus aus der Opferrolle!

Sich in der Opferrolle zu befinden bedeutet, die Verantwortung für sein Leben an andere abzugeben und darunter zu leiden. Vielen von uns wurde beigebracht sich machtlos zu fühlen und davon abhängig zu sein, ob ein bestimmter Mensch so handelt wie wir es möchten bzw. ob ein bestimmter Umstand eintritt.

Als kleines Kind war unser Wohlbefinden tatsächlich von unseren Eltern abhängig. Von ihnen nicht versorgt werden zu können hätte den Tod bedeutet.

Dieses Video ist eine Anleitung zu einer Mini-Familienaufstellung, die du selbst durchführen kannst, um aus der Opferrolle auszusteigen. Dein Unbewusstes versteht Symbole und Rituale. Du wirst selbst bemerken wie leicht oder schwer es dir fällt, die Sätze auszusprechen.

Bei dieser Aufstellung gibst du deinen Eltern symbolisch die Verantwortung für ihre Taten und all ihre Forderungen und Erwartungen an dich zurück. Im zweiten Schritt holst du dir die Verantwortung für dein inneres Kind und deine Bedürfnisse zu dir. Du wirst deine Eltern aus der Verpflichtung entlassen, sich um deine Bedürfnisse zu kümmern und lernen selbst für deine Bedürfnisse zu sorgen.

Wünscht du dir Unterstützung oder weitergehende Informationen? Melde dich bei mir!
http://mentalschlank.at/kontakt/