Schlagwort-Archive: Hunger

Von der bedingungslosen Liebe und dem Hunger danach

“You owe me nothing in return” von Alanis Morissette. Dieses Lied ist eines meiner Lieblingslieder. Es handelt davon, zu lieben ohne etwas dafür zu fordern. So wie ich Liebe verstehe, ist das die einzige Art zu lieben. Es ist die Art und Weise wie ich Liebe leben möchte. Es ist die Art, wie ich den Menschen in meinem Leben begegnen möchten.

In den letzten Wochen durfte ich wieder bewusst erleben, wie viel Hunger ich selbst nach dieser Art von Liebe habe und auch wie viel mir Menschen von dieser Art Liebe entgegen bringen. Eine tröstende Umarmung, ein kleines Geschenk, ein „Es ist ok, wie du bist.“.

Viele träumen von einer Partnerschaft in die sie nichts einbringen müssen. Sie träumen von einer Partnerschaft, die all ihre Bedürfnisse erfüllt, ohne, dass sie etwas geben oder sich verpflichten müssten. Das entspricht der Situation eines Kleinkindes gegenüber den Eltern. Idealerweise erfüllen die Eltern die Bedürfnisse des Kleinkindes ohne Forderungen an das Kind zu stellen. Klare Regeln und Grenzen sind dabei ebenso Bedürfnisse, wie Freiraum um sich selbst zu erfahren.

Eine Partnerschaft ist etwas verbindliches, eine Abmachung. Partnerschaften werden zum gemeinsamen Nutzen eingegangen, auch aus Not oder weil es gerade praktisch ist. Eine Partnerschaft lebt von gemeinsamen Zielen und Werten. Ist der einzige Zweck einer Partnerschaft sie selbst, bleibt sie nicht stabil, geschweige denn befriedigend.

Um die Qualität bedingungsloser Liebe in die Partnerschaft zu bringen ohne in die Eltern- bzw. Kindrolle zu fallen braucht es vor allem ein tiefes Verständnis für die eigenen Bedürfnisse und die Fähigkeit sich diese auch unabhängig vom Partner zu erfüllen.

Eine Partnerschaft, sei sie noch so offen, schränkt die äußere Freiheit ein. Das ist eine Abmachung auf die ich mich für meinen eigenen Nutzen einlassen kann. Erst wenn meine innere Freiheit groß genug ist, ohne Zwang und Druck dazu ja sagen zu können, können Liebe und Partnerschaft zu einander kommen.

Emotionale Esser: Emotionalen Hunger stillen – aber wie?

Emotionen sind bei uns ein häufigerer Grund zur Nahrungsaufnahme als echter Hunger. Wie sich Gefühle auf das Essverhalten auswirken ist jedoch sehr unterschiedlich. Der eine hat keinen Appetit, wenn er sehr glücklich ist. Die andere ist gerade zu glücklich um abzunehmen. Es gibt Menschen, die bei Stress dauernd essen könnten. Andere vergessen sogar zu essen, wenn es eng im Terminkalender wird. Manche setzen Kummerspeck an und der Bauch eines meiner Klienten bestand aus Langeweile.
hungry_heart
Es gibt zwei Ansätze um emotionale Esser zu unterstützen.

 

1) Essverhalten verändern
Der erste Ansatz besteht darin, das Verhalten zu verändern. Ziel ist es, dass sich die Stimmungslage nicht mehr und nur mehr sehr wenig auf das Essverhalten auswirkt. Es werden neue Bewältigungsstrategien für emotionale Reaktionen gefunden und die Fähigkeit gestärkt, Gefühle spüren und wahrnehmen zu können.

 

2) Ursache für die Verstimmung lösen
Der zweite Ansatz ist, die Ursache dahinter anzusehen und zu beheben. Es ist nicht schlimm, Liebeskummer mit Schokolade zu begegnen, solange daraus kein Dauerzustand wird. Wenn der Stress bei der Arbeit so hoch ist, dass man pausenlos essen könnte, ist es wichtiger, Raum für Pausen  zu schaffen. Noch bevor der Arbeitnehmer völlig geschafft ist, sprich ein Burn Out entwickelt.

 

Meine Klienten wählen meist eine Kombination aus beiden Ansätzen.

 

Wichtig ist, dass emotionale Esser auch Unterstützung auf der emotionalen Ebene erhalten. Von Diätpillen und strikten Diätplänen wird kein emotionaler Esser schlank. Emotionen sind auf Dauer immer stärker als Willenskraft.

 

Für nachhaltigen Erfolg bedarf es einer Veränderung, die die Gefühle und Lebensumstände der Betroffenen berücksichtig.

 

Bist du auch ein emotionaler Esser? Möchtest du das ändern und wünscht dir einfühlsame Unterstützung? Dann nimm mit mir Kontakt auf und informiere dich unverbindlich über deine Möglichkeiten.