Herzenswunsch oder SehnSUCHT?

Eine Sucht ist Ausdruck eines zwanghaften Suchens im Außen um eine innere Leere zu füllen. Bei Sucht denken die meisten an bereits in die Kriminalität abgerutschte Junkies, jedoch sind Süchte weit verbreitet. Mehr als ein drittel der Erwachsenen in Österreich sind Nikotinabhängig. Hinzu kommt noch der Kaffee, Energiedrinks, Esssucht, Magersucht, Arbeitssucht, Computerspielsucht, Sexsucht, … Die Liste liese sich fast endlos fortsetzen.

Sucht ist Ausdruck einer Suche im Außen nach einem Teil von sich selbst.

sehnsucht_esel_karotte

Nur der Entzug vom „Stoff“ der Sucht bringt keine Heilung. Es bringt auch keine Heilung den „Stoff“ zu bekommen. Es mag einleuchtend erscheinen, dass ein Heroinsüchtiger nicht durch den nächsten Schuss geheilt wird. Jedoch fühlt es sich für den Süchtigen in dem Moment nach Heilung an. Das gleiche gilt für den Mann, der sich mit einem „Ich brauche dich!“, das er für Liebe hält, an die Geliebte klammert.

Jeder weiß, dass ein Heroinsüchtiger nicht von Heroin geheilt wird.
Dennoch glauben viele, das Liebeskummer durch Liebe geheilt wird.

Was hat es mit der tiefen SehnSUCHT nach einer harmonischen Beziehung, einer Familie, nach einem guten Job, Gesundheit, Liebe, Freiheit auf sich? Geht es darum zu leben, was dich als der Mensch der du bist ausmacht, oder trottest du wie der Esel der Karotte nach, ohne jemals erreichen zu können, was dich wirklich erfüllt?

Gedanken wie „Ach, hätte ich nur …“ weisen auf Sehnsüchte hin!

SehnSÜCHTE lassen sich leicht von Herzenswünschen unterscheiden, wenn sie mit Gedanken wie „Ach, hätte ich nur …“. „Wenn doch nur das ….“.

Ich habe es so erlebt, dass SehnSÜCHTE alten Schmerz zudecken, und somit sogar verhindern, dass sich die Bedürfnisse dahinter erfüllen, selbst wenn sie erfüllt werden. Habe ich einen Partner, der mich liebt, bin ich glücklich. Habe ich keinen, bin ich unglücklich. Irgendwann hat sich die Projektion abgenutzt und ich bin mit ihm unglücklich, weil er mir nicht mehr gibt, was ich brauche. Ich war vorher unglücklich und bis es jetzt, aber jetzt ist er schuld. Ich habe dieses Muster öfter als einmal selbst ausprobiert.

Tsültrim Allione nennt diese Sehnsüchte in ihrem Buch „Den Dämonen Nahrung geben“ Abgötter. Abgötter sind nur eine andere Erscheinungsform von Dämonen. Und Dämonen sind in ihrem Sinne alles was uns daran hindert frei zu sein.

Häufige Abgötter sind

  • der richtige Partner
  • eine bestimmte Person (Wunschpartner, Heiler, Führer(!), …), die die Erlösung bringt
  • die vollständige Heilung
  • schlank bzw. schön sein
  • Gesundheit
  • Erfolg und Karriere
  • die Lebensaufgabe
  • Heimweh und Fernweh
  • Finanzielle Freiheit
  • Kinderwunsch

… um nur einige zu nennen.

„Kläre ob nicht ein verletzter Anteil deiner selbst, dich zu einer rastlosen Suche oder zum ewigen warten auf das „DANN“ treibt.“

Bitte versteh mich nicht falsch. Natürlich ist es gut und richtig nach seiner Lebensaufgabe zu suchen, auf eine Liebesbeziehung hinzuarbeiten oder nach Gesundheit zu streben. Es kann jedoch sehr, sehr, sehr hilfreich sein zu sehen, ob nicht ein innerer verletzter Anteil dich zu einer rastlosen Suche treibt, oder zu einem ewigen warten auf das „dann“, dass nie kommt.

Jedes noch so wichtige menschliche Bedürfnis kann zum Abgott, zur Sucht zum Dämon werden. Etwas dem man nachjagt, oder sich dafür aufopfert, damit es dann endlich gut ist, wenn man es hat. Es handelt sich dabei um Projektionen von verletzten Anteilen von einem selbst.

Wenn man Abgötter mit der 5-Schritte-Methode des Dämonen-Fütterns visualisiert, erscheinen sie meist schön, unnahbar und oft auch arrogant. Nährt man sie mit dem Gefühl, dass sie hätten, wenn ihre wahren Bedürfnisse in Erfüllung, geschieht eine Transformation.

Eine Beschreibung der 5-Schritte-Methode des Dämonen-Fütterns findest du hier: Den Dämonen Nahrung geben.

Ich wünsche dir viel Klarheit und inneren Frieden!

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