Die Wirkung innerer Überzeugungen und Glaubenssätze

Stell dir vor du hast einen schönen Garten. Du pflegst die Blumenbeete und freust dich auf die Gemüseernte. Mitten im Garten wächst ein fettes Unkraut.

Kein Gärtner würde auf die Idee kommen, nur die Blätter des Unkrauts abzuschneiden. Damit das fette Unkraut verschwindet, muss man die Wurzel ausgraben.

Glaubenssatz und Auswirkung - Unkrautmethapher

Das fette Unkraut steht für die Verhaltensweisen. Das kann stundenlanges Fernsehen, Naschen usw. sein, von dem wir wissen, dass es uns belastet.

Das Verhalten, also Naschen, Überessen, Fernsehen, etc., hat Wurzeln in unseren unbewussten Überzeugungen und Einstellungen. Die Versuche, das Verhalten abzustellen, ohne die Überzeugungen und Einstellungen zu ändern, wird scheitern. Genauso, wie das fette Unkraut wieder wächst, wenn man die Wurzeln nicht entfernt.

Vielleicht bist du dir ja deines „Unkrauts“ schon bewusst. Das können Glaubenssätze sein, wie „Ich bin einfach dick.“ oder „Ich esse zu gerne.“.

Poste deinen Glaubenssatz und ich unterstütze dich, einen hilfreicheren zu finden, der für dich mindestens genau so wahr ist.

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9 Gedanken zu „Die Wirkung innerer Überzeugungen und Glaubenssätze

  1. Liebe Gerlinde!
    Finde Deine Seite ganz toll und Du sprichst mir aus dem Herzen mit diesem Artikel!
    Wie oft hat man schon versucht mit dem Kopf (also rein mit dem Verstand und auf rationaler Ebene) versucht abzunehmen..aber die Emotionen sind einfach stärker..Sucht nach Süßem ist ja meist die Suche nach einem Bedürfnis, das gestillt werden möchte..
    Wenn ich emotionalen Hunger verspüre (also keinen richtigen Hunger), und meist zu etwas Ungesundem greife, dann kommt immer folgender Satz hoch: ‘warum nicht..ich will aber’
    Weiß jetzt nicht, ob das ein Glaubenssatz ist oder/bzw. eine Antwort des Unterbewusstseins auf zu viel Kontrolle/Verbieten/Verzicht..;-)
    Liebe Grüße aus Wien,
    M

    1. Danke Mercmer!

      Der Gedanke „Warum nicht … ich will aber“ deutet eher auf Glaubenssätze hin wie „Ich lasse mir nichts verbieten, auch nicht von mir selbst.“ oder auch „Ich darf mir etwas gönnen.“ Glaubenssätze dieser Art sind in Ordnung und würde ich nicht verändern.
      Wichtiger ist es hier das unerfüllte Bedürfnis ausfindig zu machen. Häufig ist es Sinnlichkeit, Liebe, Zärtlichkeit aber auch Anerkennung oder Bewegung, Selbstausdruck usw. können mitspielen.
      Sobald das Bedürfnis erkannt wurde, können neue Strategien gefunden werden, um dieses Bedürfnis zu erfüllen. Dabei können eventurell noch Glaubenssätze auftauchen, wie „Ich habe es nicht verdient geliebt zu werden.“ oder „So wie ich aussehe, bin ich nicht begehrenswert.“ Vielleicht sogar „Ich bin erst liebenswürdig, wenn ich weniger als 60kg wiege.“
      Das ist ein Bewusstwerdungs- und Transformationsprozess, der für jeden sehr individuell verläuft. In deinem Fall ist es meiner Meinung nach wichtiger zuerst die Bedürfnisse zu erkennen, die hinter dem Essenswunsch stecken. Oft reicht schon die Erkenntnis allein aus um tiefgehende Veränderung zu bewirken.

    1. Hallo Sabine!
      Gut, dass du den Glaubenssatz gefunden hast.
      Achte nun bewusst darauf Ausnahmen zu finden, auch wenn sie zu Beginn vielleicht noch selten sind. Vielleicht schmeckt dir ja bestimmtes Obst, oder Steak mit frischem Gemüse, oder …
      Spiele etwas mit der Formulierung und vielleicht findest du ja einen Satz, der noch viel wahrer als der ursprüngliche Glaubenssatz ist
      * Mir schmeckt etwas, das ungesund ist.
      * Mir schmeckt etwas, das gesund ist.
      * Ich schmecke, was für mich gesund ist.
      * Es schmeckt mir, gesund zu sein.
      ….

  2. Ich esse, wenn ich frustriert bin.
    Essen und Trinken ist für mich eine angenehme Ablenkung, von Angelegenheiten, die sehr unangenehm sind und mir zu sehr auf die Nieren gehen. Wenn ich gar nicht mehr weiter weiß und nicht das passende Essen finde, esse ich irgendwas im aller ungünstigsten Fall.

  3. Liebe Gerlinde,
    vielen Dank für diese Webseite, speziell für deine Informationen zur systemischen Aufstellung (Video Opferrolle), die ich heute einmal durchführen möchte. Allerdings habe ich aus meinem Verständnis heraus eine kleine (kritische) Anmerkung zu deiner Seite mit den Glaubenssätzen. Mir ist klar, dass du hier versucht hast, die Thematik der Glaubenssätze möglichst bildlich darzustellen, was dir auch sehr schön gelungen ist. Nur, es gibt für mich persönlich “leider” kein Unkraut :-). Aus meiner Sicht hat jede Pflanze ihre Daseinsberechtigung, viel mehr noch, vieles was landläufig als Unkraut bezeichnet wird, ist eine starke Heil- oder Nahrungspflanze. Deshalb würde ich ungern aus meinem Garten, der sicherlich eine Vielzahl nicht förderlicher Glaubenssätze enthält, das “Unkraut” entfernen. 😉
    Einer meiner schmerzlichsten Glaubensätze lautet übrigens:
    “Ich habe Angst davor verlassen/nicht mehr geliebt zu werden”,
    was natürlich meine innere Situation sehr gut spiegelt, denn wenn ich mich nicht selbst verlasse bzw. mich selbst liebe, dann passiert es mir nicht im Außen. Er stammt aber aus eindrücklichen Erfahrungen in meiner Kindheit, zusätzlich von Erfahrungen meiner Eltern und Großeltern, sowie fehlerhaften Handels wider besseren Wissens meinerseits (Meditation, Selbstliebe, Konzentration auf persönliche Bedürfnisse, innerem Kind gewünschten Freiraum bieten).
    Und beim Schreiben dieser Sätze wird mir klar, weshalb ich jetzt wieder einmal verlassen wurde: weil ich mich in den letzten Jahren immer weiter von mir und einem Großteil meiner eigenen Bedürfnisse entfernt habe, während ich zwei Bedürfnisse (meiner Partnerin möglichst oft nahe zu sein und sie, wo es geht, zu unterstützen) in den Vordergrund stellte. Ein Fehler, der sich bei mir immer wieder wiederholt, eben aus o.g. Gründen.
    Liebe Grüße

    1. Hallo!

      Beim Verändern eines Glaubensatzes ist es wichtig die positive Wirkung die ein Glaubenssatz hatte (Schutz, Nähe, etc.) zu würdigen und neu zu integrieren. Es durch Wertschätzung und Anerkennung von dem was ist, wird nachhaltige Veränderung und Entwicklung möglich.

      Zu dem Vergleich mit dem Unkraut:
      Brennnesseln sind ein kräftiges Heilkraut. Trotdem möchte ich sie nicht in meinem Erdbeerbeet haben. Kaum jemand findet es toll verlassen zu werden. Wenn der Wunsch nach Nähe dazu führt die Bedürfnisse der anderen Person sehr wichtig zu nehmen und sich wertschätzend zu verhalten ist das etwas sehr gutes (meiner Meinung). Wenn jedoch der Wunsch nach der Nähe einer bestimmten Person dazu führt, dass man sich selbst verlässt, dann ist das ein sehr hoher Preis den man zahlt. Es kann jedoch Situationen geben in denen das noch immer die beste Option ist, die ein Mensch in dem Moment zur Verfügung hat.

      In diesem Sinne,
      Alles Gute

    1. Generell geht es darum, sich zuerst mal für die Veränderung zu öffnen bzw. zu schauen, ob eine prinzipelle Bereitschaft zur Veränderung schon da ist.

      In deinem Fall:

        * Ich will, kann und darf neue Erfahrungen bezüglich meines Gewichts machen.
        * Auch wenn ich schon immer dick war, öffne ich mich für neue Erfahrungen.

      Formuliere die Sätze so, wie du sie sagen würdest. Es ist wichtig, dass sich die neuen Sätze besser und echter anfühlen, als der alte.

      Fühlen sich die Sätze nicht gut, oder nicht wahr an, ist es sehr wichtig individuell auf die Situation einzugehen, da Glaubensätze selten isoliert vorkommen.

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