Archiv der Kategorie: Allgemein

In wessen Angelegenheiten befindest du dich?

Laut Byron Katie gibt es nur drei Arten von Angelegenheiten. Meine Angelegenheiten, deine Angelegenheit und Gottes Angelegenheiten.

  • Meine Angelegenheit ist was ich fühle, sage, denke und tue. Egal was ein andere getan oder nicht getan hat, es ist meine Angelegenheit wie ich darauf reagiere und damit umgehe.
  • Deine Angelegenheit ist was du fühlst, sagst, denkst tust oder auch nicht tust.
  • Gottes Angelegenheiten sind all das, worauf niemand direkten Einfluss hat.

Sehr viel mentaler und emotionaler Stress entsteht dadurch sich geistig in den Angelegenheiten anderer zu befinden.

Wessen Angelegenheit ist die Depression deines Sohnes?
Wessen Angelegenheit ist es, wie du damit umgehst?
Wessen Angelegenheit ist das Wetter?

Diese einfache Unterscheidung wessen Angelegenheit es ist, worüber du dir den Kopf zerbrichst, bringt sehr viel Klarheit über deinen eigenen Handlungsspielraum.

Todessehnsucht – Sich für das Leben entscheiden

Das ist eine Aufstellung zum Thema „Sich für das Leben entscheiden“ nach einem Script von Hans Peter Zimmermann.

Bei der Aufstellung wählte die Klientin jeweils einen Stellvertreter für das Leben und den Tod. Dies dient als Beispiel. Jede Aufstellung verläuft unterschiedlich, da auch die Motive sich vom Leben abzuwenden unterschiedlich sind.

Mich hat diese Aufstellung sehr berührt und ich hoffe dieses Video dient dir als Inspiration für deinen eigenen Heilungsprozess oder für deine Arbeit mit Klienten.

 

12 hinderliche Glaubenssätze über Liebe

Dies sind 12 hinderliche Glaubenssätze bezüglich Liebe. Wenn du einen oder mehrere davon in dir trägst, wirkt sich das ungünstig auf deine Fähigkeit Liebe zu erfahren und Liebe zu geben aus.

Sprich einen Satz nach dem anderen laut aus und achte darauf wie dein Körper reagiert.

Wenn du keine Resonanz zu dem Satz hast, wird es dir komisch erscheinen, so was zu sagen. Etwa so wie „Im Juli schneit es in Graz häufig pinken Schnee.“ Wenn du jedoch eine Resonanz zu dem Satz hast, wirst du entweder emotional oder körperlich irgendwie darauf reagieren.

    1. Ich bin es nicht wert geliebt zu werden.
    2. Liebe ist Mangelware und ich muss sie mir hart erkämpfen.
    3. Wenn ich von jemanden Liebe annehme, muss ich ihm geben, was er will.
    4. Wenn ich jemanden Liebe gebe, muss er mir geben, was ich will.
    5. Ich lasse Menschen teuer bezahlen, wenn sie mir für meine Liebe nicht geben, was ich brauche.
    6. Ich muss mir Liebe erst verdienen.
    7. Ich muss mich auf eine bestimmte Art und Weise verhalten, um geliebt zu werden.
    8. Es gibt so wenig Liebe, dass ich mir nicht leisten kann, jemanden zu lieben, der mich nicht zurück lieben kann.
    9. Ich darf andere nicht mit meinem Wunsch nach Liebe belästigen.
    10. Das was die Menschen an Liebe zu geben haben, reicht nicht, damit ich satt werden kann.
    11. Liebe anzunehmen tut weh, weil sie gleich wieder weg ist.
    12. Es gibt nicht genug Liebe auf der Welt.

Wenn du einen oder mehrere Sätze gefunden hast, auf die du reagierst, ist das ok. Es gibt viele Methoden um Glaubenssätze aufzulösen. Bei einigen reicht schon, es dir überhaupt bewusst zu machen, und sie verlieren ihre Macht.

hinderliche glaubenssätze liebe

Wie finde ich meinen Platz in der Welt?

Diese Frage hat mich lange Zeit meines Lebens beschäftigt, beschäftigt mich immer wieder und ist oft Thema der Menschen, die zu mir kommen. Das hat wohl etwas mit Resonanz zu tun 🙂

Der Platz in der Welt ist eng mit dem Platz verbunden, den man als Kind im Familiensystem erlebt hat. Schon während der Schwangerschaft prägen die Gefühle der Mutter, wie das Kind sich in der Welt erlebt. Ersehnter Quell der Freude, unerwünschte Zusatzbelastung, Kompensation für unerfüllte Wünsche?

Der Platz den man im Familiensystem einnimmt hängt unmittelbar damit zusammen, wie viel Energie man aus seiner physischen Herkunft bekommt oder ob es sogar Energie kostet.

Wie stehst du zu mir?

Schon die Sprache verrät einiges. Es macht einen Unterschied jemanden an seiner Seite zu haben, oder jemanden der hinter einem steht.

Die Frage „Wie stehst du zu mir?“ kann man durchaus auch bildlich interpretieren. Du kannst das mit einer Freundin oder einem Freund ausprobieren. Wann fühlt ihr euch am wohlsten. Wenn sie links oder rechts von dir steht, vor dir oder hinter dir oder vielleicht gegenüber. Was verändert sich, wenn sich der Abstand verändert. Bis jetzt hat noch jeder etwas wahrnehmen können, wenn er darauf achtete.

Symptome des „falschen“ Platzes

Psychisch

  • Unruhe in Verbindung mit dem Gedanken „Ich sollte eigentlich wo anders oder schon weiter sein.“
  • Workaholic- Tendenzen
  • Den Eindruck, dass niemand hinter dir steht.
  • Keine Unterstützung haben
  • Den Eindruck, keine Talente oder Fähigkeiten zu haben, die anderen nutzen, oder keine Gelegenheit zu bekommen, diese einsetzen zu können.
  • Das Gefühl es viel schwerer als andere zu haben.
  • Die Neigung sich mit Aufgaben einzudecken, die dich dann überfordern.
  • Das Gefühl das etwas bzw. jemand fehlt.
  • Einsamkeit, sogar dann, wenn man lieben Menschen umgeben ist.

Körperlich

  • Rückenbeschwerden aller Art
  • Wirbelsäulenprobleme
  • Unterleibsprobleme

Die Bedeutung der Positionen im Familiensystem

Dies sind Erfahrungswerte und keine allgemein gültigen Dogmen. Die Arbeit von vielen Familienstellern und auch meine eigene hat immer wieder gezeigt, das der Versuch einen Aufgabe vom „falschen“ Platz aus zu übernehmen zu Konflikten und Unstimmigkeiten führt. Bei einigen meiner Klienten bewirkte allein die Korrektur des inneren Bildes eine deutliche Entschärfung der Situation.

Vorne/Hinten

Wenn ich hinter einer Person stehe und mich wohl dabei fühle, dann stärke ich ihr den Rücken.

Ich bin da wenn sich die Person anlehnen möchte, bleibe aber auch sicher stehen, wenn die Person von mir weiter weg geht.

Wenn ich vor einer Person stehe, empfange ich von dieser Person Unterstützung, für die ich nichts zurück geben muss/kann. Es liegt in der Natur der Sache, dass ich mich mit der Zeit von der Person weiter weg bewege, wenn ich unabhängiger werde.

Natürlich ist es schön einen Partner zu haben, der auch hinter einem stehen kann. Dies ist jedoch auf dauer kein guter Platz für den Partner, da es die Beziehung asymmetrisch macht, und zeigt, dass der Partner nicht nur Partner sein kann, sondern auch als Vater/Mutter-Ersatz dient.

Links/Rechts

Die Positionen Links und Rechts lassen sich mit der Funktion des Innenmisters und Außenministers vergleichen.

In der linken Position übernimmt man die Aufgabe für die Qualität der Beziehung zu sorgen, man achtet darauf auch den Weg zu genießen, während man auf das Ziel zugeht, achtet auf Gerechte Aufgabenverteilung usw.

In der rechten Position gibt man die Richtung vor, fokussiert auf Ziele, übernimmt die Kommunikation nach außen und gegebenenfalls auch die Verteidigung.

Der Abstand

Der Abstand ist eine Metapher für die Nähe bzw. Distanz zu einer Person. Das kann der Kontakthäufigkeit oder auch der emotionalen Tiefe der Begegnungen entsprechen.

So fließt die Energie am Besten

Sein Herkunfts-Familiensystem zu ordnen ist das beste, dass man tun kann, um seine Kinder zu entlasten.

Platz der leiblichen Eltern

Die Eltern stehen hinter den Kindern. Von ihnen kommt das Leben, dass sie an die Kinder weiter gegeben haben. Sie waren vorher da, also stehen sie hinter ihren Kindern und stärken ihnen im besten Fall den Rücken um in ihr eigenes Leben zu gehen.

Bei einem sehr belasteten Verhältnis ist es gut wenn die Eltern im inneren Bild weit hinter der betreffenden Person sehen und diese eventuell noch einen Schutz oder eine andere Kraftquelle zwischen sich und den Eltern visualisiert.

Dennoch ändert auch das nichts an der Tatsache, dass die Eltern vorher da waren und deshalb hinter ihren Kindern stehen.

Es hat sich gezeigt, dass sich die meisten dann am wohlsten fühlen, wenn die Mutter links und der Vater rechts steht.

Platz der leiblichen Geschwister

Die älteren Geschwister stehen rechts, die jüngeren Links. Wenn es eine Abtreibung oder eine Totgeburt gegeben hat, ist es wichtig auch diesem Geschwister seinen Platz zu geben.

Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, wie anstrengend es sein kann, den Platz der Ersten einzunehmen, wenn es nicht der eigene ist.

Platz von Stief- und Pflegeeltern

So wertvoll Stief- und Pflegeeltern sind, so ist es doch wichtig, zu erkennen, dass das Leben von den leiblichen Eltern kam. Sie können den Platz der leiblichen Eltern nicht einnehmen, jedoch können sie natürlich viel Kraft und Rückenstärkung liefern.

Platz von Halb-, Stief-, Adoptivgeschwister

Laut Hans Peter Zimmermann sie stehen links der leiblichen Geschwister. Ich muss gestehen, dass ich wenig Erfahrung mit Patchwork-Familien habe. Ich bin auch keine Familientherapeutin.

Mein Fokus liegt darin, den Energiefluss wieder herzustellen. Dafür ist es wichtig den Eltern und Geschwistern, auch ungeborenen, in seinem inneren Bild der Familie ihren Platz zu geben.

Wozu professionelle Unterstützung?

Ein Profi kann dich mit seiner Erfahrung unterstützen, die Verantwortungen zu klären und dir bewusst machen, woran es z.B. liegen kann, wenn sich die „richtige“ Position für dir gar nicht gut anfühlt. Weiters hilft jemand anderes einen einfach dabei das eigene Brett vor dem Kopf zu finden, das man ja bekanntlich nicht sieht.

Aufstellung mit Personen, Figuren oder nur innerlich visualisieren

Um den Energiefluss im System wieder herzustellen arbeite ich am liebsten mit Figuren. Dabei lassen sich Konflikte bereinigen, die durch ein Missverständnis über den eigenen Platz bereinigen. Man bleibt bei der Arbeit mit Figuren bei seinen eigenen Emotionen.

Wenn nach dem einnehmen des eigenen Platzes im Familiensystem und dem klären der Verantwortungen noch Konflikte bleiben bevorzuge ich andere Methoden, wie Empathiegespräche oder die Arbeit mit inneren Anteilen.

Je nach Art des Problems kann auch eine Therapie mit einem Familienpsychologen angezeigt sein. Mir ist hier auch wichtig meine Arbeit als Energetikerin und Kommunikationtrainerin von der einer Psychologin abzugrenzen.

Eine Aufstellung mit Personen, die als Stellvertreter für die Familienmitglieder fungieren, kann emotional sehr belastend sein. Ich empfehle sich zumindest eine Aufstellung des Aufstellungsleiters als Darsteller anzusehen, bevor man sich entschließt, dort eine eigene zu machen.

Generell gilt: Wenn du ein mulmiges Gefühl hast, prüfe gut, ob dies der normale Bammel vor einer wichtigen, heilsamen Veränderung ist, oder deine Intuition, die dich warnt. Dafür gibt es sanfte Methoden, die dich bei der Klärung unterstützen können.

Was, wenn die Energie trotzdem nicht fließt?

Alter Groll, Wut und Verurteilungen verhindern, dass trotz der passenden Position die Kraft des Ursprungssystems beim Klienten ankommt. Ein guter Aufstellungsleiter unterstützt den Klienten empathisch seine Urteile loszulassen, durch den Schmerz hindurch zu gehen und die Verantwortung für seine Bedürfnisse im Hier und Jetzt zu übernehmen.

Einerseits können Aufstellungen helfen, sich mit dem Potential, der besten Möglichkeit zu verbinden. Es ist jedoch ebenso wichtig zu akzeptieren, dass einem seine Eltern nun mal nicht alles geben konnten, was man sich gewünscht hätte.

Solange die Eltern schuld sind, dass man z.B. keine liebevolle Beziehung eingehen kann oder beruflich nicht so erfolgreich ist, kann man nichts daran ändern. Der Schlüssel hier raus ist Vergebung und die Verantwortung für das Hier und Jetzt zu übernehmen.

Eine gute Begleitung wird dir nicht nur sagen, dass du vergeben musst, sondern dich mit Mitgefühl, Empathie und Klarheit in diesem Prozess unterstützen.

Demo-Video

Hier ist ein kleine Video, dass ich gemacht habe, um zu zeigen, wie eine Aufstellungsarbeit aussehen kann.

Das Schicksal, Verantwortung und falsch verstandene Liebe

Was bedeutet “Das Schicksal achten”?

„Ich achte dein Schicksal“ ist einer der heilsamsten Sätze, um sich aus Verstrickungen zu befreien. Aber was bedeutet das nun? Schließlich heilen ja nicht die Worte, sondern die Absicht dahinter.

Kinder übernehmen oft unbewusst die Verantwortung für die Überforderung, Krankheiten oder das eventuell ablehnende, urteilende Verhalten der Eltern.

Das Kind glaub, es sei „Schuld“ wenn der Papa schreit, oder es sei dafür verantwortlich, dass Mama so gestresst und depressiv ist. Das kostet dem Kind Lebenskraft und wenn das Muster nicht gelöst wurde, treten im Erwachsenenalter häufig Rückenbeschwerden auf.

Der Sohn oder die Tochter „trägt“ zu schwer.

 

Wie ist das mit der Verantwortung

Zum achten des Schicksals gehört es, die Verantwortung für dessen Gefühle, Bedürfnisse, Worte und Taten bei dem betreffenden Menschen zu lassen.

Nicht wenige Opfer von emotionaler oder physischer Gewalt quälen sich noch Jahre später mit Fragen, wie

  • Warum hat sie mich so oft angeschrien?
  • Warum hat sie nie etwas gutes an mir gefunden
  • Warum hat er mich geschlagen?

All diese Fragen, fragen nach einer Antwort auf das Verhalten des anderen. Für etwas verantwortlich zu sein, bedeutet dass die Antwort auf die Fragen bei der betreffenden Person liegt.

Wer ist also für, dafür verantwortlich dass deine Mutter dich angeschrien hat?
Genau: Deine Mutter.

Wer ist dafür verantwortlich, dass du dich damit in der Gegenwart selbst quälst, was in der Vergangenheit passiert ist.
Genau: Du

Also, ein wichtiger Teil von „das Schicksal achten“ ist, die Verantwortung bei der betreffenden Person zu lassen. Deine Eltern sind dafür verantwortlich was sie getan oder nicht getan haben. Du bist dafür verantwortlich, wie du damit umgehst.

Jeder, so gut er konnte

Ein weiterer, wichtiger Aspekt ist, die Urteile darüber, wie die Person hätte handeln oder sein sollen, fallen zu lassen.

„Jede Person handelt unter Anbetracht ihrer Fähigkeiten und Einschränkungen IMMER so gut sie kann.“

Mir sind schon viele Menschen begegnet, die dazu neigen, weil sie selbst in einer bestimmten Situation besser handeln könnten, den andern zu verurteilen. Oft fallen Sätze, wie

  • Er ist zu faul
  • Sie simuliert doch nur
  • Es kann doch nicht sein, dass so eine Kleinigkeit nicht erledigt werden kann.

Wenn man sich noch nicht viel mit sich beschäftigt hat, können sich diese Urteile als wahr anfühlen. Die Annahme, und das ist es: eine Annahme, dass jeder immer so gut tut, wie er kann, ist keine Entschuldigung oder Rechtfertigung.

Wenn es dir schwer fällt, mit der Idee etwas anzufangen, dann lade ich dich zu folgender Übung ein:

Beobachte deine eigenen Gefühle, wenn du denkst:

  • Er ist ein Versager und hätte es zu mehr bringen können, wenn er sich mehr angestrengt hätte.

Und nun achte auf deine eigenen Gefühle, wenn du denkst:

  • Er hat gemacht was er konnte. Auch wenn ich in seiner Situation mehr hätte leisten könnten, hat er das beste gemacht, was für ihn möglich war.

Mit welchen Gedanken geht es dir besser?

Falsch verstandene Liebe und die eigene Größe

Gerade, wenn man aus alten, tradierten Mustern ausbrechen will, melden sich oft massive Widerstände. Diese könnten von außen kommen, oder schon so internalisiert worden sein, dass es keinen Kommentar von außen braucht.

Einer, wenn nicht der wichtigste Aspekt, von „das Schicksal achten“ ist, zu erkennen, das die Geschichte, Erfahrung und Lebensweise der Eltern und weiteren Vorfahren erst ermöglicht hat, die Energie und Kraft für neue Wege zu haben.

Falsch verstandene Liebe, wie auch Ablehnung haben den selben Effekt. Sie führen zur Wiederholung der Muster und Strategien. „Das Schicksal achten“ bedeutet auch das Leid, die schlechten Entscheidungen und Ängste bei der Person zu lassen und sie zu respektieren, ohne ihr das abnehmen zu wollen. Damit lässt man dem Menschen seine Größe. Und dem anderen seine Größe zu lassen, ist essentiell dafür, auch seine eigene Größe leben zu können.

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Warum Kalendersprüche wütend machen (können)?

Eben schickte mir eine Freundin eine SMS mit der Frage „Was sind Küchenkalendersprüche?“ Darauf hin ergab sich ein interessantes Telefonat, was ich hier zusammen fassen möchte.

Kalendersprüche sind sehr allgemeine Aussagen zu Lebensthemen, die meist mit einem hübschen Bild auf Kalendern, Motivationspostern und in Facebook auftauchen. Es sind sprüche wie

„In der Ruhe liegt die Kraft.“
„Wahre Schönheit kommt von innen.“
oder auch
„Erfolg ist 10% Inspiration und 90% Transpiration.“

Mit hübschen Bild können sie durchaus erheiternd, bestärkend oder motivierend wirken. Kalendersprüche sind meist so allgemein, dass man zu ihnen einfach nur „Ja“ sagen kann, wenn sie der eigenen Lebensphilosophie entsprechen.

Warum können diese tollen Weisheiten also wütend machen?

Weil Menschen gehört und nicht belehrt werden wollen. Wenn dir jemand sein Leid klagt und du entgegnest eine allgemeine Floskel, kommt beim anderen sehr oft so ähnliches an:
„Ich will dir nicht weiter zuhören.
Ich weiß eh, was mit dir los ist.
Hier hast du eine einzeilige Lösung für das Problem.
Dumm von dir, dass du das nicht weißt.“

Das ist unabhängig davon wie gut die Aussage gemeint war.

Wenn du öfters die Erfahrung machst, dass Menschen auf deine Weisheiten eher gereizt als dankbar reagieren, probiere das nächste mal folgendes aus.

  • Fasse in deinen eigenen Worten zusammen, was du von deinem Gegenüber gehört hast.
  • Frage, ob du ihn oder sie richtig verstanden hast.
  • Frage, ob ob er oder sie deine Meinung dazu hören möchte.

Allein die Frage, ob dein Gegenüber deine Meinung hören möchte, erhört die Wahrscheinlichkeit enorm, dass er oder sie dir auch zuhört.

Wer dir sein Leid klagt, will keinen Kalenderspruch hören.

Ich bin schön – Artikel im News


Nur wer sich selbst mag, wirkt auf andere attraktiv

Im aktuellen News gibt es einen ausführlichen Artikel zum Thema Selbstliebe für den auch ich interviewed wurde. (ab Seite 70)

News Selbstliebe

Hier gibt’s denn ganzen Artikel: Liebe dich selbst

Hier ist das Interview, das Frau Luise Walchshofer in den Artikel eingearbeitet hat

Was heißt schon Glück

Oft denken Menschen, all ihre Probleme wären gelöst, wenn sie nur einen äußeren Makel wie ihr Gewicht oder eine vielleicht zu große Nase korrigieren (lassen). Doch das ist ein Trugschluss, weiß Gerlinde Felber, Trainerin für gewaltfreie Kommunikation: „Es gibt Studien darüber, wie glücklich oder unglücklich Menschen nach einem Lotto-Sechser oder nach einem Unfall, der eine Querschnittlähmung zur Folge hatte, sind. Sechs Monate nach dem jeweiligen Ereignis waren die Menschen wieder so glücklich oder unglücklich wie zuvor. Wenn ich nur etwas im Außen ändere, dann hat das nur eine sehr kurzfristige Auswirkung auf mein Wohlbefinden – dass ich mir zum Beispiel meine lange Nase operieren habe lassen, die mich so gestört hat.“

Veränderungsprozesse könnten dagegen schon etwas bewirken. „Wenn ich zum Beispiel abnehmen möchte und dafür viel Sport mache, dann kann sich über die Bewegung schon das Selbstwertgefühl verändern. Aber das liegt mehr am neuen Körpergefühl als am neuen Gewicht“, sagt Felber.

Mit einem Erfolgstagebuch zu mehr Selbstwert

Gerlinde Felber rät Selbstzweiflern, ein „Erfolgstagebuch“ zu führen. „Darin schreibt man jeden Tag mindestens drei Erfolgserlebnisse auf, Dinge, die einem gelungen sind. Dafür ist auch nichts zu klein. Weiters schreibt man drei Dinge auf, über die man sich gefreut hat und für die man dankbar ist, auch dafür ist nichts zu klein. Etwa: Ich bin in einem Geschäft freundlich begrüßt worden. Der dritte Punkt ist, aufzuschreiben, wie man das Leben eines anderen Menschen bereichert hat: Ich habe jemandem dem Weg zum Bahnhof erklärt oder einem Bettler zwei Euro gegeben.“ Die Methode dient dazu, sich vor Augen zu führen, dass man trotz seines vermeintlichen Makels kein ganz miserables Leben hat.

„Wir machen oft hundert Dinge am Tag gut, sehen aber nur die eine Sache, bei der wir gepatzt haben. Es geht darum, wo man seine Aufmerksamkeit hinlenkt: auf das Glück oder das Unglück.“

Hier gibt’s denn ganzen Artikel: Liebe dich selbst

 

Mitgefühl vs. Mitleid

Der Unterschied zwischen Mitleid und Mitgefühl

Es gibt einen wesentlichen Unterschied zwischen Mitleid und Mitgefühl. Mitgefühl ist ein weiches, warmes Gefühl, das einen erfasst, wenn man mit der Not anderer konfrontiert ist. Mitgefühlt zu empfinden ist etwas angenehmes. Es macht das Herz weit.

Mitleid ist in erster Linie Leid, und zwar das eigene. Mitleid entsteht, wenn du dir vorstellst, wie sehr du in der Situation des anderen leiden würdest, und diesen Schmerz dann spürst. Mitleid ist unangenehm und verleitet nur all zu leicht, entweder die Augen zu verschließen oder so schnell wie möglich “etwas machen” zu müssen.

Mitleid bedeutet nicht das Leid des anderen spüren

Das empfunden Mitleid muss dabei bei weiten nicht dem tatsächlichen Leid empfinden der bemitleideten Person entsprechen. Das Bild einer Frau, die sich als Prostituierte betitelt, kann tiefes (Mit)leid auslösen. Auch wenn diese 100x beteuert, dass sie sehr zufrieden mit ihrem Leben ist. Viktor Frankl schreibt in seinem berühmten Buch über seine Zeit im Konzentrationslager “… trotzdem Ja zum Leben sagen“, dass er das Foto von den abgemagerten Menschen auf den Holzpritschen nicht mit Schrecken und Leid assoziiert, sondern mit Erleichterung. Diese Menschen im Krankentrakt blieben von der harten Arbeit zeitweilig verschont.

Niemand kann sagen, wie sich ein anderer tatsächlich ein einer Situation fühlt.

Niemand kann sagen, wie sich ein anderer tatsächlich ein einer Situation fühlt. Dennoch scheinen manche gerade süchtig danach zu sein, mit dem Schicksal anderer mit zu leiden.

Was steckt hinter diesem Hang zum Mitleid?

Die häufigste Ursache für diesen Drang ist das subtile Gefühl, dass das was man selbst erlebt nicht wichtig genug ist. Es mag sich unter Langeweile, Ängstlichkeit oder anderem verstecken, aber darunter ist dieses subtile Gefühl, nicht wichtig genug zu sein, aufgetaucht.

Ich hab schon öfters erlebt, dass eine Klientin oder ein Klient in einer Aufstellung meinte: “‘Ich achte dein Schicksal!’ Wie oft soll ich das denn noch sagen!?” aber auf “Ich achte mein Schicksal.” mit “Oh, das ist neu.” reagierte.

Es scheint ein weit verbreitetes Muster zu sein entweder andere wichtiger als sich selbst zu nehmen, oder egoistisch zu sein. Mitleid ist hier eine Form von kaschierten Egoismus. Etwa nach dem Motto “Da das was ich selbst erlebe nicht wichtig genug für das was ich empfinde ist, nutze ich das Schicksal anderer um einen Grund zu haben den Schmerz zu fühlen, den ich nun mal fühle.”

Wer mitleidet ist nicht offen, für das was der andere tatsächlich fühlt und braucht. Der andere dient nur als Ego-Erweiterung des Mitleidenden.

Viele leben ihre Gefühle, als müssten diese gerechtfertigt werden. “Wenn jemand nahestehendes gestorben ist, dann darf ich 2 Wochen traurig sein. Aber einfach so, scheinbar ohne Grund … das geht nicht.” Doch.

Mein eigenes Schicksal ist wichtig genug!

Wenn man seinem eigenen Schicksal genug Gewicht gibt, öffnet dies die Tür zu echtem Mitgefühl. Das eigene Schicksal reicht als Begründung für die eigenen Gefühle vollkommen aus.

Trost

30 SMS für einen geliebten Menschen mit Depression

Ich fand vor ein paar Tagen den Artikel “25 Texts to Send a Loved One Living With Depression” (25 Textnachrichten für einen geliebten Menschen, der mit einer Depression lebt) in meinem Facebook Newsfeed. Einige haben mich berührt und ich wollte sie Menschen, die kein Englisch sprechen zukommen lassen.

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Ich habe selbst habe auch einige dunkle Zeiten erlebt. 30 SMS für einen geliebten Menschen mit Depression weiterlesen

Herzenswunsch oder SehnSUCHT?

Eine Sucht ist Ausdruck eines zwanghaften Suchens im Außen um eine innere Leere zu füllen. Bei Sucht denken die meisten an bereits in die Kriminalität abgerutschte Junkies, jedoch sind Süchte weit verbreitet. Mehr als ein drittel der Erwachsenen in Österreich sind Nikotinabhängig. Hinzu kommt noch der Kaffee, Energiedrinks, Esssucht, Magersucht, Arbeitssucht, Computerspielsucht, Sexsucht, … Die Liste liese sich fast endlos fortsetzen.

Sucht ist Ausdruck einer Suche im Außen nach einem Teil von sich selbst.

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Nur der Entzug vom „Stoff“ der Sucht bringt keine Heilung. Es bringt auch keine Heilung den „Stoff“ zu bekommen. Es mag einleuchtend erscheinen, dass ein Heroinsüchtiger nicht durch den nächsten Schuss geheilt wird. Jedoch fühlt es sich für den Süchtigen in dem Moment nach Heilung an. Das gleiche gilt für den Mann, der sich mit einem „Ich brauche dich!“, das er für Liebe hält, an die Geliebte klammert.

Jeder weiß, dass ein Heroinsüchtiger nicht von Heroin geheilt wird.
Dennoch glauben viele, das Liebeskummer durch Liebe geheilt wird.

Was hat es mit der tiefen SehnSUCHT nach einer harmonischen Beziehung, einer Familie, nach einem guten Job, Gesundheit, Liebe, Freiheit auf sich? Geht es darum zu leben, was dich als der Mensch der du bist ausmacht, oder trottest du wie der Esel der Karotte nach, ohne jemals erreichen zu können, was dich wirklich erfüllt?

Gedanken wie „Ach, hätte ich nur …“ weisen auf Sehnsüchte hin!

SehnSÜCHTE lassen sich leicht von Herzenswünschen unterscheiden, wenn Herzenswunsch oder SehnSUCHT? weiterlesen

Die Wirkung innerer Überzeugungen und Glaubenssätze

Stell dir vor du hast einen schönen Garten. Du pflegst die Blumenbeete und freust dich auf die Gemüseernte. Mitten im Garten wächst ein fettes Unkraut.

Kein Gärtner würde auf die Idee kommen, nur die Blätter des Unkrauts abzuschneiden. Damit das fette Unkraut verschwindet, muss man die Wurzel ausgraben.

Glaubenssatz und Auswirkung - Unkrautmethapher

Die Wirkung innerer Überzeugungen und Glaubenssätze weiterlesen

Was hat es mit dem Minderwertigkeitskomplex auf sich?

Diese Frage stellte mir kürzlich eine Bekannte. Ich vermute, das sich das nicht nur sie fragt und habe deshalb meine Antwort in diesem Artikel zusammen gefasst.

Ein Komplex ist, wie der Name schon sagt, kein einzelnes Gefühl oder eine isolierte Verhaltensweise, sondern ein komplexes Zusammenspiel von Gedanken, Ansichten, Emotionen und Reaktionen.

Schauen wir uns zunächst die Gefühle an

Wie fühle ich mich, wenn ich denke, ich sei minderwertig?

Das erste was mir dazu kam ist Angst und Unsicherheit.

Wenn ich denke, ich sei minderwertig, dann habe ich Angst davor, welche Konsequenzen es haben könnte, wenn ich nicht dem entspreche, was andere für wert halten. Unsicherheit empfinde ich darüber, was ich denn tun oder sein müsste, um von anderen als „wertvoll“ bewertet zu werden.

Als nächstes melden sich Einsamkeit und Traurigkeit, wenn ich dem Gedanken nachspüre.

Wenn ich davon ausgehe, dass ich etwas sein müsste, was ich nicht bin, um wertvoll zu sein, dann zeige ich mich natürlich auch nicht, wie ich bin. Für eine echte Verbindung braucht es aber zwei Menschen, die sich authentisch zeigen.

Dieser Weg führt weiter zu Frust, Selbsthass und Depression begleitet von einem immer größeren Wunsch mich zu verstecken.

Die Macht der Überzeugungen

Was glaube ich über mich selbst, wenn ich denke, ich sei minderwertig?

Das gemeine an der Sache ist, dass man die Welt so interpretiert, dass sich grundlegende Überzeugungen immer wieder bestätigen.

Wenn mein Blick auf die Welt von den Annahmen „Ich bin es nicht wert.“ „Ich bin nicht schön/klug/gut/… genug.“ oder „Mit mir stimmt etwas nicht.“ geprägt ist, dann interpretiere ich Ereignisse und das Verhalten meiner Mitmenschen immer wieder so, dass sich diese Überzeugungen über mich selbst bestätigen.

Es ist nicht verletzend, dass eine bestimmte Person sich nicht so oft bei mir meldet, sondern ich bin davon verletzt, was dies für mich bedeutet.

Es gibt nur eine begrenzte Anzahl an Muster

Ein Minderwertigkeitskomplex ist nichts, was jemand neu für sich selbst erfunden hat. Verhaltensweisen, wie sich selbst abzuwerten, gegen positives Feedback zu argumentieren, und sich auf seine Schwächen, anstatt auf seine Stärken zu konzentrieren, sind Muster, die wie die Muttersprache gelernt werden. Natürlich haben weder ich noch du das bewusst gelernt. Sondern es gab eine oder mehrere Personen, die vorgelebt haben, wie man sich selbst klein macht. Und Kinder machen nach, was man ihnen vorlebt, nicht was man ihnen sagt.

Für was soll das bitte gut sein?

Diese Muster, also sich selbst abwerten, gegen positives Feedback argumentieren, etc. hätte sich nicht so weit verbreiten können, wenn es nicht auch einen Nutzen hätte. Dinge, wie Verhaltensweisen verschwinden von selbst, wenn sie durch etwas mit mehr Nutzen und weniger Aufwand ersetzt werden können.

Hier ist eine Liste von verstecken Nutzen eines Minderwertigkeitskomplexes. Wenn dir noch mehr Punkte einfallen, lass es mich wissen. Ich ergänze sie gerne.

Die Suche nach Halt

„Unsere größte Angst ist nicht die vor unserer Unzulänglichkeit, sondern die vor unserer eigenen Größe. – Nelson Mandela“

Eine Welt in der niemand größer, stärker, weiser, … als man selbst ist, bietet keinen Halt. Es gibt Sicherheit zu wissen, dass es jemanden größeren gibt, der es gut mit einem meint. Ein Nutzen davon, sich selbst abzuwerten und klein zu machen, kann sein, dass einem dadurch andere größer erscheinen und so auch scheinbar mehr Halt geben können.

Die Angst davor, dass niemand der eigenen Größe standhalten könnte und man dadurch jeden Halt verliert, kann eine entscheidende Rolle dabei spielen.

Schutz vor Angriffen

„Ich bin so klein, schwach, dumm und hilflos. Ich bin kein würdiges Ziel für deinen Angriff. Dafür bin ich viel zu unwichtig.“

Ein dem Minderwertigkeitskomplex zu Grunde liegendes Muster kann der unbewusste Wunsch sein, so schwach und klein zu bleiben, um andere ja nicht auf die Idee zu bringen, man könnte ihnen gefährlich werden.

Menschen, die ihre scheinbare Minderwertigkeit als Schutz einsetzten, haben die Idee, dass man sobald man schön, stark, erfolgreich, … ist, andere sich davon bedroht fühlen und angreifen. Oft spielen dabei folgende oder ähnliche Glaubenssätze mit:

* Erfolgreiche Menschen haben viele Neider
* Wenn ich mehr als mein Partner verdiene, werde ich verlassen
* Schöne Frauen werden vergewaltigt.
* …

Schutz vor zu viel Verantwortung

„Wenn ich zu dumm dafür bin, dann muss ich es auch nicht machen. Ich bin nicht schuld, sondern einfach zu unfähig.“

Es kommt vor, dass sich Eltern unbewusst etwas von ihren Kindern erwarten, dass diese nicht erfüllen können. Dies kann zum Beispiel sein, dass der Sohn die Aufgaben des Partners übernehmen soll, oder dass das Kind die Beziehung der Eltern retten soll oder deren ungelebte Träume verwirklichen soll.

Dadurch entsteht der Eindruck, dass die Welt etwas vom Kind will, das es nicht geben kann, was daran liegen muss, das es nicht gut genug ist. Das führt häufig zu einem generalisierten „Ich kann das nicht.“ Menschen mit diesem Muster haben oft eine beeindruckende Liste an Ausbildungen und Fähigkeiten und sehen sich dennoch immer wieder vor Aufgaben gestellt, die sie überfordern.

Dieses „Ich kann das nicht.“ kann als Schutz gegen die Verantwortung dienen, die dem Kind zugeschoben wurde, es aber nicht tragen kann.

Ein Kind kann die Mutter nicht (dauerhaft!) aus ihrer Einsamkeit befreien, oder dem Vater die Anerkennung, die dieser von seinem Vater gebraucht hätte. Ein Minderwertigkeitskomplex kann als Schutz gegen diese oder ähnliche Forderungen dienen.

Mitleid als Ersatz für Liebe

“Wenn ich nicht klein und schwach bin interessiert sich niemand für mich.”

Vielleicht gehörst du auch zu den Menschen, die nur dann Aufmerksamkeit bekommen haben, wenn sie schwach, krank oder verzweifelt waren. Den Baum erklettert, beste in Mathe, herrliches Bild gemalt … alles egal, aber wenn die Tränen flossen, weil irgendetwas nicht gelungen ist, dann war jemand da, tröstete dich und schenkte dir viel Aufmerksamkeit. Für Selbstständigkeit, Erfolg und Stärke gab es nichts, für’s klein und schwach sein gab es Aufmerksamkeit, Trost und Hilfe.

In diesem Fall scheint es gefährlich die Minderwertigkeitskomplexe los zu lassen, weil man dadurch die Aufmerksamkeit der Retter-Typen verlieren würde. Eventuell würden sich diese noch mit einem vorwurfsvollen „Jetzt brauchst du mich doch gar nicht mehr!“ oder „Das soll der Dank sein. Da kümmere ich mich all die Jahre um dich und jetzt lebst du dein eigenes Leben!“ verabschieden.

… was ich noch sagen möchte

Minderwertigkeitskomplexe sind weder etwas mit dem man halt leben muss, noch etwas, das man so leicht ablegen kann, wie ein altes Kleidungsstück. Sie gehören zu einem erlernten Verhaltenskomplex und es ist möglich neue Muster zu lernen, die die eigenen Bedürfnisse besser erfüllen.

Da Minderwertigkeitskomplexe jedoch tief in die Persönlichkeit reichen, werden sich Widerstände zeigen, die nicht leicht durch etwas gutes Zureden zu überwinden sind. Widerstände deuten auf einen verborgenen Nutzen und unerfüllte Bedürfnisse hin und nur wenn diese Widerstände als liebevolle Hinweisgeber geachtet werden, fällt es leicht, sich auch für neue, effektivere Strategien zu öffnen.

Das beste was Eltern für ihre Kinder tun können, ist ihnen ein Vorbild dafür zu sein, wie man authentisch seinen Selbstwert lebt.

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„Du hast bereits alles in dir!“ – Oder warum eine Nuss kein Baum ist

Du hast bereits alles in dir

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„Du hast bereits alles in dir!“ Oft habe ich diese Worte vernommen, als ich verzweifelt war und nicht weiter wusste. Gelegentlich habe ich sie auch jemanden gesagt.

Diese Annahme die Grundlage meiner Arbeit. An sich sollte sie, die Basis der Arbeit jedes Heilers und jeder Heilerin sein. Auch wenn die Schulmediziner gelegentlich vergessen, dass es nicht sie sind, die heilen, sondern nur den Heilungsvorgang des Menschen begleiten und unterstützen können.

Jeder trägt die Anlagen für ein erfülltes, glückliches und erfolgreiches Leben in sich.

Ja, jeder, wirklich jeder trägt die Anlage, die Möglichkeit dazu in sich. Jedoch erlebe ich gerade im Energetiker-Kreis immer wieder mal, dass diese Wahrheit verdreht oder irgendwie zu etwas mehr hinderlichen als nützlichen verbogen wird.

Ich erzähle dazu gerne die Geschichte mit der Nuss.

Die Geschichte mit der Nuss

Stell dir eine schöne, frische Wahlnuss vor. Sie trägt alles in sich um ein stattlicher, riesengroßer, schattenspendender, selbst Nüsse tragender Wahlnussbaum zu werden. Niemand kann der Wahlnuss das absprechen.

Und stell dir nun vor, sie liegt auf einem Fensterbrett. Jeden Tag geht die Sonne auf und scheint auf die kleine Wahlnuss. Und es ist wahr: Sie hat alles in sich, um ein großer, stattlicher Baum zu werden.

Jedoch wird auf dem Fensterbrett niemals aus der Wahlnuss ein herrlicher Baum, egal wie viel sie darüber meditiert, schon immer ein Baum gewesen zu sein und sich bemüht all ihre Anhaftungen ans „Nuss-Sein“ loszulassen.

Eine Nuss ist kein Nussbaum.

Damit aus der kleinen Wahlnuss ein Baum werden kann, braucht sie einen guten Platz auf der Erde, Wasser und Sonnenlicht. Dann beginnt sie von ganz alleine zu wachsen und entwickelt sich zu dem stattlichen Baum. Sie hatte immer schon alles in sich um der Baum zu werden, aber die Wahlnuss war kein Baum.

Damit die Wahlnuss zum Wahlnussbaum wachsen kann braucht sie, dass ihre Bedürfnisse im Außen erfüllt werden. Die Bedürfnisse der Wahlnuss zum Wachsen sind Erde, Wasser, Licht und die richtige Temperatur.

Deine Bedürfnisse

Damit du als Mensch wachsen und dich entfalten kannst, ist es für dich genau so wichtig, wie für die Nuss, dass deine Bedürfnisse erfüllt werden. Deine Bedürfnisse sind vielleicht Liebe, Hoffnung, Freiheit, Unterstützung.

Eine Liste deiner möglichen Bedürfnisse, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt, findest du hier (Liste:Bedürfnisse und Werte) . Finde heraus was es braucht, damit du dich über deine menschlichen Beschränkungen hinaus entwickeln kannst, bevor du das nächste mal damit haderst, ein Mensch mit Bedürfnissen zu sein.

In diesem Sinne wünsche ich dir alles Liebe und Gute auf deinem Weg.

LG
Gerlinde

Die 4 Arten von Nahrung – Tibetische Weisheit

Ich habe mich in der letzten Zeit intensiv mit dem tibetischen Buddhismus beschäftigt, vor allem wie Geshe Michael Roach ihn lehrt. Geshe Roach hat 25 Jahre im Kloster tibetischen Buddhismus studiert und dem Auftrag seines Lamas folgend bewiesen, dass tiefe Spiritualität, Ethik und überwältigender Erfolg im Geschäftsleben sehr wohl vereinbar sind. (Links findest du am Ende des Artikels). Ich bin dabei auf folgende Beschreibung gestoßen, die ich sehr einleuchtend fand und gerne mit dir teilen möchte.

Die 4 Arten der Nahrung

Die tibetischen Schriften beschreiben 4 Arten von Nahrung, die du brauchst um am Leben bleiben zu können.

1) Essbare Nahrung

Die erste Art von Nahrung,  ist die essbare Nahrung, also ganz normale Nahrungsmittel.

2) Schlaf

Die zweite Art von Nahrung ist Schlaf. Du weißt sicher selbst, dass zu wenig Schlaf genau so unangenehm wie Hunger sein kann und auf Dauer krank macht.

3) Hoffnung

Die dritte Art von Nahrung ist Hoffnung bzw. Zuversicht. Stell dir vor, ein Pferd läuft ein paar Tage durch die Wüste. Kurz bevor es verdurstet riecht es Wasser. Es schleppt sich mit aller letzter Kraft über den Hügel und erreicht eine Oase mit einem kleinen See. Egal wie entkräftet das Pferd schon ist, es stirbt nicht wenige Meter vor der Oase. Sein Körper mag am Ende sein, doch die Hoffnung verleiht im Kraft, die letzten hundert Meter bis zur Rettung zu überwinden. Hoffnung hält es am Leben. Hoffnung hält uns alle am Leben.

4) ungestörte Konzentration

Die vierte Art von Nahrung sind schlicht ungestörte Momente der Konzentration. Wir blühen in diesen Moment auf, in denen wir so auf eine Sache konzentriert sind, dass wir uns darin verlieren. Vielleicht erinnerst du dich daran, wie du tiefen Frieden und Ruhe in einem solchen Moment empfunden hast, sei es als du dein Lieblingslied gehört, ein Buch gelesen oder in dein Armen eines geliebten Menschen gelegen bist.

Wann immer wir aus solchen Momenten herausgerissen werden,  weil das Handy klingelt, das Kind schreit oder der Chef noch etwas will, dann tut das wirklich weh – In unserem Körper und in unserem Geist.

Ein Mensch der ständig unterbrochen wird,
wird genauso unleidlich, wie jemand der
mehrere Tage zu wenig geschlafen hat.

Schaffe ungestörte Momente

Natürlich ist es wichtig, darauf zu achten, andere nicht so oft zu unterbrechen, um nicht Karma zu erzeugen, das als ständiges Unterbrochen-Werden auf dich zurück kommt. Es ist jedoch genau wichtig, wenn nicht noch wichtiger, dass du bewusst Momente der Ruhe, Stille und Frieden schaffst, für dich und andere. Vielleicht in der freien Natur, fern ab von Videospielen und ewig piepsenden Handys.

Momente der Konzentration

Frei nach Geshe Micheal Roach aus dem Buch „Karma der Liebe“ S95FF, als Teil der Antwort auf eine Frage, die in etwa lautet: „Was muss ich tun, damit mich mein Mann nicht ständig unterbricht.“

Mir hat dieser Text klar vor Augen geführt, woher denn meine „Unleidlichkeit“, die sich in den letzten Wochen bei mir irgendwie eingeschlichen hatte, kam. Mir war die Fähigkeit zur Konzentration etwas abhanden gekommen.

Mehr Informationen zu Geshe Michael Roach
http://www.denstiftverstehen.de
http://www.theknowledgebase.com

Keine Freiheit ohne Disziplin?

Disziplin ist ein Wort, das bei vielen keine angenehmen Assoziationen auslöst. Sei es das „Ruhig-sein-müssen“ in der Schule, obwohl sich der Bewegungsdrang und die Lust zu spielen melden, oder das konsequente Verzichten auf Süßigkeiten, obwohl einem das Wasser im Mund zusammen läuft.

Disziplin Freiheit Zitate gestaltenWenn ich an Disziplin denke, dann fallen mir zunächst eher Dinge ein, die den natürlichen Impulsen zuwider laufen und die Lebendigkeit beschränken: also das Gegenteil von Freiheit.

Ich verstehe unter Freiheit die Möglichkeit sein Leben nach seinen eigenen Vorstellungen und Wünschen zu gestalten. Um dich nicht im Dschungel der Wahlmöglichkeiten zu verlieren, brauchst du eine Vision von der Zukunft in der du leben möchtest. Etwas, das du erreichen oder erschaffen möchtest.
Disziplin Freiheit Zitate Dschungel Wahlmöglichkeiten

Wenn es für dich nichts mehr zu erreichen gibt, ist es egal, ob du alle Möglichkeiten hast. Dann wäre alles gleich (sinnlos). Für mich fühlt sich das nicht nach Freiheit an. Freiheit ist für mich ein Ziel wählen und darauf zu gehen zu können .

Hier kommt die Disziplin ins Spiel, die diese Freiheit schafft. Disziplin ist die Fähigkeit etwas, das gut tut, jedoch den alten Gewohnheiten widerspricht, zu neuen Gewohnheiten zu machen. Ohne Disziplin wirst du nicht freier, sondern bleibst Gefangener deiner übernommenen, gelernten Verhaltensmuster.

Disziplin Freiheit Zitate Fähgikeit
Vielleicht fragst du dich jetzt: „Wann ist es Disziplin und wann ist es ungesunder Zwang?“

Disziplin hilft die Anfangsträgheit zu überwinden. Die ersten paar mal Sport sind anstrengend, bis der Körper von selbst die Bewegung verlangt. Für sich  gesund kochen fühlt sich eine Zeit lang aufwendiger an, als Fertigprodukte zu kaufen … bis du zu spüren beginnst, wie viel mehr Energie du dadurch hast.

Damit du es dir und der Disziplin leicht machst gilt: Je kleiner die Veränderung und je regelmäßiger, umso leichter und schneller entsteht eine neue, gesunde Gewohnheit. 6x pro Woche 10min zusätzlKleine Veränderungen mit Disziplin durch zu führen, gibt dir die Freiheit neue Gewohnheiten zu schaffen. ich Sport bringen mehr als 1x pro Woche eine ganze Stunde.  Eine gesunde Mahlzeit am Tag ist realistischer, als Schwüre und Gelübde nie wieder zu naschen, oder Kohlehydrate zu essen, oder gleich auf Lichtnahrung umzusteigen.

Negative Gefühle auflösen statt hinunterschlucken

Wenn’s mir früher schlecht ging dachte ich oft das Problem sei das Gefühl selbst. Zusätzlich richtete sich meine Wut gegen denjenigen, der bei mir das Gefühl auslöste oder gegen mich selbst. Die Sichtweise, die ich dir in diesem Video zeigen werde, hat mir sehr geholfen, negative Gefühle konstruktiv zu nutzen und mich auf das zu konzentrieren, was mir gut tut.

Vom Selbsthass zur Liebe – Susannes Transformation

Mit freundlicher Genehmigung darf ich dieses beeindruckende Gespräch veröffentlichen. Mich hat diese Session sehr bewegt und ich glaube, dass es auch anderen so gehen wird, wenn sie es lesen. Es ist ein wunderbares Beispiel, wie schnell und tiefgreifend “The Work” von Byron Kathi in Kombination mit einer Core-Transformation etwas bewirken können.

Susanne* ist normalgewichtig, Anfang 30. Sie kam zu mir, weil sie sich in letzter Zeit “wie blockiert” fühlte, “irgendwie im Kreis lief” und den Frust darüber mehr und mehr mit Essen, vor allem Süßkram, kompensierte.

Aussagen von Susanne sind im Text orange geschrieben.

In der Sitzung kam eine Überzeugung von Susanne zum Vorschein, bei dem sich ihr Körper sichtlich verkrampfte. Der Satz lautete:

“Ich mache mir mein Leben kompliziert.”

Den Glaubenssatz mit „The Work“ überprüfen

Du machst dir also das Leben kompliziert. Ist das wahr?

Ja. Ich verlege meine Sachen. Ich mache Abrechnungen und Zeitaufzeichnungen viel zu spät, usw.

Du machst dir das Leben kompliziert. Kannst du dir ganz sicher sein, dass das 100%ig und immer wahr ist?

(Nach längerem Nachdenken)
Nein. Ganz sicher kann ich mir nicht sein.

Wie reagierst du, wenn du den Gedanken “Ich mache mir mein Leben kompliziert.” denkst?

Hass. Selbsthass. Ich hasse mich dann selbst. So sehr, dass mir übel wird und ich auf mich einprügeln könnte. Ich bekomme einen bitteren Geschmack im Mund. Meine Stirn runzelt sich und ich ziehe den rechten Nasenflügel nach oben. Ich denke weitere Gedanken, wie “Das ist nicht fair.”, oder “Warum tust du mir das an?”

Wow, du besitzt eine beeindruckende Beobachtungsgabe!
Kannst du einen Grund, nur einen einzigen Grund finden, der dich nicht stresst, diesen Gedanken zu behalten.

Nein.

Wie würdest du ohne diesen Gedanken reagieren?

Wie meinst du das?

Wie würdest du in einer der Situationen, die du vorher genannt hast, reagieren, wenn du diesen Gedanken nicht denken könntest?

Puh. Ich weiß nicht. Wahrscheinlich würde ich über meine Schusseligkeit schmunzeln und tun, was ich eben in der Situation tun kann.

Dreh’s um. Also sprich das Gegenteil von dem Satz “Ich mache mir mein Leben kompliziert.” aus und prüfe ob der neue Satz genau so wahr oder vielleicht sogar wahrer als der erste ist.

“Ich mach mir mein Leben leicht. “
Ja, das stimmt auch. Ich denke gerade an die Familienaufstellungen bei denen ich immer wieder gesagt habe “Ich darf es mir leicht machen.” Ja, ich darf es mir leicht machen und ich mache es mir so leicht, wie es gerade für mich möglich ist. Das stimmt.

Gut. Möchtest du den Teil von dir besser kennen lernen, der so handelt? Also das Sachen verlegen, Abrechnungen zu spät machen usw.

Ja.

Core-Transformation mit dem unerwünschten Verhalten

Ich werde jetzt Fragen stellen. Antworte nicht vom Kopf her, sondern lasse die Antwort mehr aus deinem Inneren aufsteigen. Vielleicht nimmst du die Antwort auch nur als körperliche Reaktion war. Wenn dir nicht sofort eine Antwort einfällt, ist das auch ok. Manchmal dauert es etwas länger, bis sie kommt. Ok?

Ja.

Was ist die gute Absicht von dem Teil, der so handelt? Also das, was das Sachen verlegen, Abrechnungen zu spät machen usw. für dich bewirken möchte?

Anerkennung!
Was hat Anerkennung mit verlegten Sachen zu tun?
Aber ja, er möchte Anerkennung.

Ok. Wenn sich Anerkennung voll und ganz für dich erfüllt, was erfüllt sich dadurch ganz automatisch noch, das dir noch wichtiger ist?

Liebe

Wenn sich Liebe voll und ganz für dich erfüllt, was erfüllt sich dadurch für dich noch, das dir noch wichtiger ist?

Angst. Komisch, ja Angst.

Wenn sich Angst für dich voll und ganz erfüllt, was erfüllt sich dadurch für dich noch, was dir noch wichtiger ist.

Erdung

Wenn sich Erdung voll und ganz für dich erfüllt, was erfüllt sich dadurch für dich ganz automatisch noch, was dir noch wichtiger ist.

Kann ich die Frage nochmal hören?

Klar. Wenn sich Erdung voll und ganz für dich erfüllt, was erfüllt sich dadurch für dich ganz automatisch noch, was dir noch wichtiger ist?

Verbundenheit mit dem Kreislauf des Lebens …. Das ist schön.

Wenn sich diese Verbundenheit voll und ganz erfüllt, was erfüllt sich dadurch für dich noch, was dir noch wichtiger ist?

Ich beginne mich als Teil dieses Kreislaufes zu verstehen. Ich beginne zu handeln. Ich bin mehr als nur passiver Beobachter des Werdens und Vergehens. Ich bin Leben. Auch ich werde und vergehe. Und ich schaffe werden und vergehen. Ich sehe mich Blumen sähen, die dann wachsen. Ich fühle wie bedeutend und unbedeutend ich zugleich bin. Das ist wunderschön.
(schluchzten)
Wieso weine ich?
(ich nicke schweigend)
(Nach einigen Minuten ging das Weinen in Lachen über.

Wie geht es dir jetzt?

Zuerst hatte es ziemlich in der Brust gedrückt. Jetzt ist es besser, aber noch nicht ganz weg. Und mir ist immer wieder ein kalter Schauer über den Rücken gelaufen. Ist es kalt hier drinnen?

Ich schüttle lächelnd den Kopf. Möchtest du weiter machen?

Ja

Wenn du dich voll und ganz als Teil des Kreislaufs des Lebens begriffen hast, was erfüllt sich dadurch für dich noch, was dir noch wichtiger ist?

Liebe. Eine Liebe, die von innen kommt.

Und wenn sich diese Liebe voll und ganz erfüllt, was erfüllt sich dadurch für dich noch, was dir noch wichtiger ist?

Nichts ist wichtiger als Liebe zu leben.

Wie spürst du diese Liebe in deinem Körper?

Als erstes dadurch, dass Kälte meinen Körper verlässt. Ich habe kalte Schauer, die über den Rücken laufen und in der Brust.

Gut. Lasse die Liebe wirken!

Susanne legte sich hin und schloss die Augen.
Sie war sofort in Trance (Lied flackern, ideomotorische Bewegungen)

Ich lies sie 15 min allein ruhen. Als ich wieder kam, sah sie mich müde und zufrieden an.

Ich fühle mich fertig. Da ist ganz viel passiert und ich hab das Gefühl, das war erst der Anfang.

Ja, da ist einiges in Bewegung gekommen. Wie deutlich spürst du die Liebe jetzt gerade in deinem Körper?

So ca. 50%.

Das wird in der nächsten Zeit noch mehr werden. Du kannst den Prozess unterstützen in dem du viel Wasser oder Kräutertee trinkst. Mach bitte auch sanfte Bewegung. Langsam spazieren gehen, ganz sanftes Yoga. Kuscheln ist auch sehr gut, wenn du Gelegenheit dazu hast. Draußen in der Natur sein, ist ganz wichtig für dich. Alles, was dir hilft, gut in deinem Körper anzukommen.

Die Arbeit mit dir hat mich sehr berührt. Darf ich die Mitschrift veröffentlichen?

*Wenn du meinen Namen nicht nennst, gerne.

Ich werde dich Susanne nennen, ok?
Sie lacht und nickt.

Schmetterlinge (Transformation)

Informationen zu den Methoden

The Work: http://www.thework.com
Core Transformation: http://coretransformation.org

Von der bedingungslosen Liebe und dem Hunger danach

“You owe me nothing in return” von Alanis Morissette. Dieses Lied ist eines meiner Lieblingslieder. Es handelt davon, zu lieben ohne etwas dafür zu fordern. So wie ich Liebe verstehe, ist das die einzige Art zu lieben. Es ist die Art und Weise wie ich Liebe leben möchte. Es ist die Art, wie ich den Menschen in meinem Leben begegnen möchten.

In den letzten Wochen durfte ich wieder bewusst erleben, wie viel Hunger ich selbst nach dieser Art von Liebe habe und auch wie viel mir Menschen von dieser Art Liebe entgegen bringen. Eine tröstende Umarmung, ein kleines Geschenk, ein „Es ist ok, wie du bist.“.

Viele träumen von einer Partnerschaft in die sie nichts einbringen müssen. Sie träumen von einer Partnerschaft, die all ihre Bedürfnisse erfüllt, ohne, dass sie etwas geben oder sich verpflichten müssten. Das entspricht der Situation eines Kleinkindes gegenüber den Eltern. Idealerweise erfüllen die Eltern die Bedürfnisse des Kleinkindes ohne Forderungen an das Kind zu stellen. Klare Regeln und Grenzen sind dabei ebenso Bedürfnisse, wie Freiraum um sich selbst zu erfahren.

Eine Partnerschaft ist etwas verbindliches, eine Abmachung. Partnerschaften werden zum gemeinsamen Nutzen eingegangen, auch aus Not oder weil es gerade praktisch ist. Eine Partnerschaft lebt von gemeinsamen Zielen und Werten. Ist der einzige Zweck einer Partnerschaft sie selbst, bleibt sie nicht stabil, geschweige denn befriedigend.

Um die Qualität bedingungsloser Liebe in die Partnerschaft zu bringen ohne in die Eltern- bzw. Kindrolle zu fallen braucht es vor allem ein tiefes Verständnis für die eigenen Bedürfnisse und die Fähigkeit sich diese auch unabhängig vom Partner zu erfüllen.

Eine Partnerschaft, sei sie noch so offen, schränkt die äußere Freiheit ein. Das ist eine Abmachung auf die ich mich für meinen eigenen Nutzen einlassen kann. Erst wenn meine innere Freiheit groß genug ist, ohne Zwang und Druck dazu ja sagen zu können, können Liebe und Partnerschaft zu einander kommen.

Wann darf ich anfangen mich selbst zu lieben?

Viel zu viele Menschen steigen täglich auf die Waage um die Waage zu fragen: „Darf ich mich lieben? Darf ich stolz auf mich sein?“. So als ob eine bestimmte Zahl auf der Waage ihnen die Erlaubnis geben müsste, sich selbst anzunehmen und zu lieben.

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Was hält dich davon ab, dich so zu lieben wie du bist?

Manche Antworten: „Dann hätte ich ja keine Motivation mehr.“ Verzeih mir den Ausdruck: So ein Unsinn! Etwas anzunehmen, so wie es ist, bedeutet doch nicht aufzugeben, nach etwas besseren zu streben. Sich selbst anzunehmen, sich selbst zu lieben, bedeutet das Ende des Kampfes mit sich selbst.

Wie viel Energie verwendest du jetzt, um dich selbst fertig zu machen und abzulehnen? Stell dir vor du hättest all diese Energie für deine Ziele und Wünsche zur Verfügung!

Die Waage kann dir nicht sagen, ob du liebenswürdig bist.
Du bist liebenswürdig!
Wann fängst du an, dir zu erlauben, es zu spüren?
Wann fängst du an, dir zu erlauben, dich zu lieben?

 

Emotionale Esser: Emotionalen Hunger stillen – aber wie?

Emotionen sind bei uns ein häufigerer Grund zur Nahrungsaufnahme als echter Hunger. Wie sich Gefühle auf das Essverhalten auswirken ist jedoch sehr unterschiedlich. Der eine hat keinen Appetit, wenn er sehr glücklich ist. Die andere ist gerade zu glücklich um abzunehmen. Es gibt Menschen, die bei Stress dauernd essen könnten. Andere vergessen sogar zu essen, wenn es eng im Terminkalender wird. Manche setzen Kummerspeck an und der Bauch eines meiner Klienten bestand aus Langeweile.
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Es gibt zwei Ansätze um emotionale Esser zu unterstützen.

 

1) Essverhalten verändern
Der erste Ansatz besteht darin, das Verhalten zu verändern. Ziel ist es, dass sich die Stimmungslage nicht mehr und nur mehr sehr wenig auf das Essverhalten auswirkt. Es werden neue Bewältigungsstrategien für emotionale Reaktionen gefunden und die Fähigkeit gestärkt, Gefühle spüren und wahrnehmen zu können.

 

2) Ursache für die Verstimmung lösen
Der zweite Ansatz ist, die Ursache dahinter anzusehen und zu beheben. Es ist nicht schlimm, Liebeskummer mit Schokolade zu begegnen, solange daraus kein Dauerzustand wird. Wenn der Stress bei der Arbeit so hoch ist, dass man pausenlos essen könnte, ist es wichtiger, Raum für Pausen  zu schaffen. Noch bevor der Arbeitnehmer völlig geschafft ist, sprich ein Burn Out entwickelt.

 

Meine Klienten wählen meist eine Kombination aus beiden Ansätzen.

 

Wichtig ist, dass emotionale Esser auch Unterstützung auf der emotionalen Ebene erhalten. Von Diätpillen und strikten Diätplänen wird kein emotionaler Esser schlank. Emotionen sind auf Dauer immer stärker als Willenskraft.

 

Für nachhaltigen Erfolg bedarf es einer Veränderung, die die Gefühle und Lebensumstände der Betroffenen berücksichtig.

 

Bist du auch ein emotionaler Esser? Möchtest du das ändern und wünscht dir einfühlsame Unterstützung? Dann nimm mit mir Kontakt auf und informiere dich unverbindlich über deine Möglichkeiten.

Das Abnehmen aufgeben und zu neuer Leichtigkeit finden

Ich sah wie meine Liebsten eine schwere Last zu tragen hatten. Es tat mir weh, sie unter der Last leiden zu sehen. Ich wollte ihnen das schwere Gewicht abnehmen und lud es auf meine Schultern. Die abgenommene Last war so schwer. Auch kleine Schritte, ja mich überhaupt zu bewegen, war mühsam und anstrengend geworden.

Meinen Liebsten ging es dadurch aber nicht besser. Da beschloss ich, das Abnehmen auf zu geben. Ich packte die Last aus ungefühlten Gefühlen, unerreichten Träumen, ungelebten Sehnsüchten, herunter geschlucktem Frust und großer Unklarheit in ein Paket. Das Paket lies ich zur Post bringen und aufgeben. Ich hatte das Abnehmen aufgegeben. Es fühlte sich so ganz neu und leicht an, nur noch mein eigenes Gewicht zu tragen. Ich konnte mit dem Überessen aufhören und hörte stattdessen auf meine Bedürfnisse.