4 Schritte um eine negative Erfahrung mit anderen Menschen zu überwinden

  1. Man gibt dem anderen die Schuld
  2. Man gibt sich selbst die Schuld
  3. Man findet Verständnis und Mitgefühl für sich
  4. Man findet Verständnis und Mitgefühl für den anderen

Ich weiß ja nicht, wie es dir gegangen ist, aber ich hab als Kind oft gehört, wenn ich von einem Erlebnis berichten wollte: „Das musst du verstehen. Der hat es nicht böse gemeint. Der ist halt so.“ ohne Verständnis dafür zu bekommen wie es mir selbst geht. Dieses Muster bewirkte bei die unbewusste Überzeugung, dass wenn ich mich verletzt, wütend oder traurig über jemand anderen fühle, dass mit mir etwas nicht stimmt … weil den anderen muss ich ja verstehen.

Wenn einem etwas schlimmes widerfährt, kann es passieren, dass man die Verbindung zu sich selbst verliert. Man ist außer sich. Fassungslos. Die meist gut gemeinen Ratschläge und Reaktionen, die darauf abzielen, einem sofort in das Mitgefühl zum anderen zu kommen verstärken leider den Zustand des „außer sich Seins“ nur noch.

Obwohl ich bald mal bemerkte, dass mir Reaktionen, alla „Das musst du verstehen. Der ist halt so weil, ..“ noch wütender machen, habe ich selber auch so reagiert, wenn mir jemand von seiner Wut auf jemand anderen berichtet. Ich begann das Verhalten des anderen zu rechtfertigen. Was den Menschen nur weiter davon weg bringt wie es ihm selbst damit geht.

Erst wenn man mit sich selbst, seinen Gefühlen und Bedürfnissen in Kontakt ist, kann beginnen die Situation zu verarbeiten und Möglichkeiten finden, die unerfüllten Bedürfnisse zu erfüllen. Wenn man sich als Kind z.B. oft hilflos gegenüber den Eltern oder Lehrern gefühlt hat, und es keinen Ausweg aus der Situation gab, so ist es normal Erfahrungen und die Gefühle dazu, zu verdrängen.

Diese Gefühle schlummern dann in einem und man wird man immer wieder Situationen in sein leben ziehen, die diese Gefühle wach rufen. Bei den meisten Menschen, die ich kenne, inklusive mir selbst, ist die erste Reaktionen, sich über die Person zu ärgern, die die Gefühle wach gerufen hat (also Schritt 1). Einige geben sich auch gleich selbst die Schuld (hätte ich nicht, dann …).

Erst wenn man sich jedoch für die eigenen Gefühle, die unter der Wut stecken einlässt, die Verantwortung dafür übernimmt und sich liebevoll um sein wütendes, trotziges, verängstigtes, verletztes inneres Kind kümmert, kann sich das Muster, dass sonst immer wieder die gleichen Erfahrungen ins Leben zieht, lösen.

Und erst wenn man Mitgefühl für sich selbst und seine Unzulänglichkeiten hat, kann man auch echtes Mitgefühl für den anderen Aufbringen.

Diese geführte Meditation hilft auf sehr sanfte weise dabei mit der Ursprünglichen Situation in Kontakt zu kommen und die Muster aufzulösen.

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